Eigentlich wurde zu diesem Machwerk schon alles gesagt, die Wertung von 5/10 Punkten schon zuhauf gegeben und trotzdem sehe ich mich gezwungen hier meine Erlebnisse und Entäusschung niederzuschreiben.
Der Film hätte weitaus besser werden können, hätte man vorneweg einfach talentiertere Leute eingestellt. Seien es nur die Schauspieler, Kameramänner oder die total motivierten Menschen, die für die grausige Synchro verantwortlich sind.
Die Story hätte echt vielmehr hergegeben und war mal was neues zwischen all den anderen Zombieklopper um Häuserverschanzen etc. Der Drehort ist hier nämlich ein Hochsicherheitsgefängnis. Klingt in der Filmbeschreibung super, macht sich auch auf dem Filmcover super doch an der Umsetzung haperts ohne Ende. Erwartet man von so einer Location nervenzerreisende, erdrückende und klaustrophobische Szenen so kriegt man ein wildes Hin und Her an reinem Schnittgewitter und wackeliger Kamera geboten, dass einem nach wenigen Sekunden schlecht wird. 1000 Bilder pro Minute und ein Kameramann, der wohl zu tief ins Glas geschaut hat? Nun, egal, so ein Film kann auch durch andere Faktoren überzeugen. Wie wärs mit dem Gore?
Reichlich vorhanden, vorallem am Anfang hatte man die Hoffnung auf einen blutigen und guten Klopper, so sieht man in den ersten 5 Minuten wie ein Kerl wie wild in seiner Wohnung auf Zombies mit einer Shotgun schiesst. Es bratzelt nur so vor sich hin, Gehirnmassen fliegen wiehauf an die Wand, Gedärme werden entnommen, dass es nur eine Offenbarung ist. Bloss, dieses Level wird nie überschritten, wodurch diese Effekte sehr schnell langweilen. Also, Effektevielfalt hätte geholfen, vorallem wenn man die Effekte gut umgesetzt hätte. Wenn schon CGI, dann aber auch bitte überzeugend. Überzeugen konnte sie auch weitesgehend auch nicht, da sie einfach in den schnellen Schnitten und den Kamerawacklern an Wirkung verlieren und einfach viel zu schnell um sind. Sowas trägt nicht wirklich zur Atmosphäre bei. Da wünschte ich mich doch mal ab und an die 80er zurück, bei Fulci, Argento und D'Amato.
Weitere Kritikpunkte ist wohl die Optik. Der Film sieht an allen Ecken und Enden aus als wäre er mit einer Handkamera gefilmt worden. Gut, erwartet jetzt keinen Film auf Taubertniveau, aber besser hätte man das schon hinkriegen können. Das Bild ist viel zu blass, meistens auch zu dunkel und verschwommen wodurch auch viele Gore-Effekte an Wirkung verlieren.
Die Schauspieler sind, naja sagen wir arg überzeichnet, wodurch eigentlich keiner der Darsteller in seiner Rollen überzeugen kann, was durch die billige Synchro noch grausiger rüberkommt. Durch die übertriebene Darstellung könnte aber das ein oder andere Augen nicht trocken bleiben, vorallem das Auftreten des Gefängnisdirektors und des 1. Wärters sind sehr sehr, sagen wir unauthentisch. Das kommt ungefähr so rüber, wie Tokio Hotel versuchen eine wilde, dreckige "Punk"band zu sein :-D
Fazit:
Der Film, hätte weitaus besser sein können. Viele Ideen gehen durch die Unfähigkeit der Beteiligten in dem ganzen Gemansche und Schnittgewitter unter. Eigentlich schade, hatte ich nämlich einen schockierenden Zombiefilm in gruseliger Knastatmosphäre erwartet. Aber wie es bei den neusten Filmen ist, vorallem in Zombie bzw. Horrorfilmen, wird diese durch verhunzte Synchro, trottelige überzeichnete Darsteller, die keinerlei Sympathie erzeugen können und Atmosphärekillende schnelle Schnitte total zerstört.
Knappe 4,5/10 ...Muss man nicht gesehen haben...