Das Poster verrät ja schon alles: Selbstverliebter Gockel will es allen nochmal zeigen.
Rocky wird hier völlig zerfleddert, weil Stallone damit seine Knete gewinnt, und im amerikanischen Bewußtsein unsterblich wird.
Da Appollo ein absoluter Sympathieträger ist, geht Stallone auf Nummer sicher und macht diese beiden in den ersten beiden Teilen extrem unterschiedlichen Charaktere zu Freunden.
Charakterentwicklungstechnisch gibt er Pauly und Adrianne
weitaus weniger Spielraum, sie dienen nur noch als Vehikel. Einzig Mickeys Charakter bleibt agil und lebendig -ironischerweise muß man sagen - da er ja recht bald das Zeitliche segnet.
Hätte Rocky schon vor Jahren aufhören sollen zu boxen, boxt er unaufhörlich weiter, plötzlich hat er auch keinerlei Probleme mehr, die er noch im letzten Teil bleibenderweise hätte haben sollen.
Und nun noch etwas zu Mr. T. Von vielen Fans der Rocky reihe wird er abgöttisch geliebt. Dabei bleibt seine Rolle eindimensional und nicht hintergründig beleuchtet, von allen gegnern Rockys erfährt man über Cubber Lang am wenigsten.
Der Typ ist einfach nur unausstehlich und gemein. Das war es, merh gibt es zu ihm nicht zu sagen.
Ach ja,er hat noch einen Mordspunch, hohoho.
Nicht gerade das, was ich als in Erinnerung haften zu bleibender Gegner bezeichnen würde.
Wie in allen Rocky-Filmen ist der Soundtrack natürlich top.
Aber das macht auch die Schwäche dieses Films bzw. dieser Filmreihe immer offensichtlicher: Die Filme werden immer stärker zu ausgeweiteten Videoclips und immer weniger zu Charakterfilmen, womit ja die Reihe nun mal angefangen hatte. Und ein bißchen Selbstzweifel füllen nun mal nicht einen ganzen Film aus.
Als Film keine Offenbarung, immer wieder - hauptsächlich wegen der Musik - hörenswert,und selbst der finale Boxkampf ist vergleichsweise enttäuschend.
Spätestens dieser Teil ist überflüssig:
5 Punkte