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Da „Rocky I“ und „Rocky II“ beachtliche Einspielergebnisse hatten, war es klar das auch ein 3ter Teil kommen musste. Dabei übernahm Sly denn Job als Produzent, schrieb das Drehbuch, führte Regie und spielte natürlich wieder die Hauptrolle. In den U.S.A. spielte der Film 125 Mio. $ ein und wurde somit mal wieder ein Erfolg.

Apollo Creed (Carl Weathers) kann seinen WM-Titel im Schwergewicht nicht gegen Rocky Balboa (Sylvester Stallone) verteidigen. Somit ist Rocky der neue Weltmeister im Schwergewicht und seine kühnsten Träume haben sich erfüllt. Von nun an verteidigt er seinen Titel zehn mal und denkt daran vom Boxsport zurückzutreten.
Als der großmäulige Clubber Lang (Mr. T) sich bis an die Weltrangliste auf Platz zwei boxt, fordert er Balboa zu einem Kampf heraus. Doch er zeigt erst einmal kein Interesse. Als Lang ihn aber anfängt zu beleidigen nimmt Balboa trotz der Skepsis seines Coaches Mickey (Burgess Meredith) seinen Mut zusammen und steigt mit ihm in den Ring.
Nachdem Mickey aber nach einem Herzversagen stirbt verliert Balboa den Kampf. Geläutert und am Boden zerstört bekommt er unerwartet Unterstützung von Apollo Creed, der Rocky anbietet von nun an sein Coach zu sein.
Rocky willigt ein und setzt alles daran sich seinen Titel zurück zu holen.

Hier merkt man ganz eindeutig in welche Richtung die Rocky Filme so langsam einschlagen. Denn waren die beiden Vorgänger noch mehr Boxer-Dramen steht hier die Boxer-Action im Vordergrund. Auch die Laufzeit beträgt hier nur noch 90 Min. und der Film hat nicht mehr so viel zu erzählen.
Als erstes bekommen wir am Anfang noch die Bilder des Fights des Vorgängerteils präsentiert um dem Zuschauer noch mal den Einstieg in die Story zu verhelfen.
Danach gibt es einen dramatischen Teil indem Mickey´s Gesundheit auf dem Spiel steht und wegen mangelnder Konzentration und Motivation verliert Rocky den Kampf gegen Clubber Lang. Also befindet sich Rocky erst einmal in einem Tief aus dem er wieder heraus finden muss. Apollo Creed eilt ihm zur Hilfe herbei und trainiert ihn von nun an. Doch Rocky kann sich nicht so recht auf das Training konzentrieren.
Deutliche Parallelen gab es auch schon im zweiten Teil, als Rocky die Unterstützung von Adrian gebraucht hat. Auch hier wieder mal dasselbe Spiel, nur das man sich mit der Chose nicht so lange auseinandersetzt und es zügig weiter geht und Rocky wieder seinen Biss früherer Tage zurückgewinnt. Somit geht es mal wieder darum das Rocky sich selbst etwas beweisen will und daher neuen Mut schöpfen muss.
Leider mutiert hier Rocky zum Weltmann und ist langsam zivilisiert und das Underdog Image wird hier überhaupt nicht mehr aufgegriffen.
Allerdings gefällt mir die Tatsache das Ruhm vergänglich ist und Reichtum auch seine Schattenseiten hat, so das Rocky erst einmal wieder sein Kämpferherz zurückgewinnen muss.

Dramatik gibt es wie gesagt nur kurz, dafür hat die Action zugenommen.
Denn dafür wird hier deutlich mehr gekämpft. Neben den Hauptkämpfen die von etwas größerer Anzahl sind, gibt es noch einen Wohltätigkeitsveranstaltung mit dem Catcher Thunderlips (Hulk Hogan) im Ring. Das ist sehr spaßig und Längen entstehen nie.
Die Action im Boxring hat auch zugenommen und daher wirken die Kämpfe kaum noch realistisch, dafür gibt es immer was zu sehen.
Die Treffer, die beide Boxer im Ring einstecken müssen sind hart und geschwollene Augen und etwas Blut gibt es auch zu sehen.
Neben Bill Contis üblichem Score gibt es hier den Titelsong von „Survivor - Eye of the Tiger“. Gepaart mit den anfänglichen tollen Boxszenen ist der Song einfach eine Wucht, rockt derbe geil und fetzt dermaßen, das man sich die ersten Minuten des Films in einer Endlosschleife reinziehen könnte, ohne das es langweilig wird.

Sylvester Stallone beherrscht seine Rocky Rolle aus dem FF und wird schauspielerisch nicht mehr groß gefordert. Dafür ist seine physische Verfassung einfach beeindruckend. Durch seine Power und Präsenz kann er den Film locker über die komplette Laufzeit tragen.
Burgess Meredith ist als Coach Mickey eine sichere Bank und Carl Weathers kann als Apollo Creed sich schauspielerisch noch etwas steigern.
Talia Shire und Burt Young sind auch wieder mit dabei, haben aber kaum Screentime und sind in ihren Rollen zu unterfordert.
Mr. T muss als brutaler Boxer Clubber Lang nur fies dreinschauen und Sprüche klopfen und allen Anwesenden Angst machen. Aber das gelingt ihm auch.

„Rocky III - Das Auge des Tigers“ ist zwar wenig innovativ und erreicht zu keinem Zeitpunkt die Dramatik der ersten beiden Teile, dafür ist er sehr kurzweilig und verdammt unterhaltsam. Die Boxer-Action macht einfach Fun, zudem sind hier so ziemlich alle Schauspieler der vorigen Teile auch wieder vertreten. Dazu gibt es geile Trainingssequenzen mit tollen Boxkämpfen und einem der wohl geilsten Rocksongs ( „Survivor - Eye of the Tiger“) den es je gab.
Man kann ihn immer wieder anschauen und langweilt sich zu keinem Zeitpunkt.

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