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Das mittlerweile zweite Sequel von Stallone´s Erfolgsreihe "Rocky". Nach dem drei Jahre zurückliegenden Vorgänger hat sich für Sylvester Stallone nicht sonderlich viel getan. "Flucht oder Sieg" machte kaum Wellen, "Nachtfalken" war nicht sonderlich gut. 1982 sollte für Stallone ein absolutes Erfolgsjahr werden, denn hier gelang im entgültig der Durchbruch. Nach dem ersten "Rocky" Filme war er zwar ein Star, gute Angebote bekam er leider kaum. Daher begann er 1981 mit dem Drehbuch zu "Rocky III - The Eye of the Tiger". Als Regisseur fungierte er erneut selbst, genauso als Choreograph der tollen Boxkämpfe. Noch während der Dreharbeiten unterschrieb er den Vertrag zu einer weiteren Paraderolle, nämlich den Actionklassiker "Rambo". Wieder im Dreijahresschritt erschien 1985 der vierte Teil der "Rocky" Saga, welcher dicht gefolgt von Teil drei, die höchsten Einspielergebnisse erzielte.

Rocky Balboa (Sylvester Stallone) hat gegen den amtierenden Weltmeister im Schwergewicht, Apollo Creed (Carl Weathers), gesiegt. Nun ist er selbst Champion und verteidigt seinen Titel über zehn Mal. Gerade als er seine Karriere an den Nagel hängen will, taucht der unbekannte Boxer Clubber Lang (Mr. T) auf, welcher Rocky herausfordert. Rocky nimmt an, doch noch vor dem Kampf ereilt seinen Trainer Mickey (Burgess Meredith) eine Herzattacke. Rocky kann nicht klar denken, geschweige denn sich konzentrieren und wird von Clubber besiegt. Rocky zieht sich zurück, nur seine Frau Adrian (Talia Shire) und Apollo machen ihm Mut. Mit Apollo´s Trainer Duke (Tony Burton) beginnt Rocky erneut zu trainieren, um Clubber beim zweiten Anlauf die Stirn bieten zu können.

Wieder schafft es Sly den Charakter von Rocky weiterzuentwickeln. Nun ist er an der letzten Stufe der Karriereleiter angekommen. Er ist Weltmeister, verteidigt jedes Mal seinen Titel, hat dadurch jede Menge Geld, macht für Allerhand Fernsehwerbung, inklusive Auftritt in der Muppet Show, sogar ein Denkmal wird in Philadelphia aufgestellt. Rocky und Adrian haben mittlerweile einen Sohn, ein großes Haus. Leider fühlt sich dadurch Paulie vernachlässigt, nach einem kurzen Streit und einem Jobangebot sind die Beiden wieder die besten Freunde. Rocky hat sich jedoch verändert, nimmt den Kampf gegen den großmäuligen Clubber Lang auf die leichte Schulter. Er trainiert zu wenig, lässt sich andauernd ablenken, doch der Hauptgrund für die haushohe Niederlage ist der Herzanfall von Trainer Mickey. Danach ist Rocky ausgebrannt, doch von Apollo Creed bekommt er ein Angebot. Dies nimmt er auch an, doch mal wieder ist er nicht richtig bei der Sache und braucht von Adrian erstmal eine Standpauke, bervor er richtig ans Werk gehen kann. Langweilig ist der Film nie, trotz gängigen Klischees. Es wird kräftig gemenschelt, auch ein wenig Humor ist mit von der Partie.

Rocky muss wieder komplett seinen Stil umstellen, um ihm Finale schließlich gegen Clubber zu siegen. Der Endkampf bietet eine tolle und harte Choreographie, ist im Gegensatz zu den Vorgängern sehr kurz ausgefallen. Dafür gibt es in "Rocky III" wesentlich mehr Fights zu sehen. Rocky darf sogar gegen Hulk Hogan bei einem Schaukampf antreten, mittig gibt es den kurzen Kampf gegen Clubber, danach kommt man zum Training. Wieder gibt Bill Conti seinen kultigen Score dazu, auch die Titelmelodie von Survivor "Eye of the Tiger" ist ein absoluter Ohrwurm. Sylvester Stallone schlägt sich erneut sehr wacker in seiner Paraderolle. Sein Äusseres hat sich in den drei Jahren sehr verändert, auch an Muskeln hat er deutlich zugelegt. Sein Gegner hier ist Mr. T. Im wirklichen Leben ist der muskelbepackte Hüne herzensgut. Er setzte sich vor allem für verarmte Kinder ein, ließ Waisenhäuser, ganze Dörfer bauen. Mit Clubber Lang verkörpert er ein richtiges Arschloch. Großmäulig, über jeden Zweifel erhaben, hält sich Clubber für unbesiegbar. Als Zuschauer ist man richtig glücklich, wenn er endlich den Ranzen vollbekommt. Burgess Meredith ist hier zum letzten Mal als Trainer Mickey Goldmill zu sehen, Talia Shire gibt wieder Adrian. Burt Young als Paulie fungiert als amüsanter Sidekick und Apollo Creed, verkörpert von Carl Weathers, wird hier entgültig sympathisch.

Im Grunde genommen ein Abziehbild des Vorgängers, doch deutlich actionreicher und ein wenig humorvoller. Auch der dritte Teil zeichnet sich durch glaubwürdige Darsteller und einen brillanten Score aus. Reiht sich nahtlos in die Saga ein.

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