Nach den grottig schlechten Teilen 3 und 4, welche zwar äußerst erfolgreich, aber bei Fans und Kritikern durchfielen, bedeutet Teil 5 nun die Rückkehr zu den Wurzeln.
Rocky ist wieder er selbst, seine Familie bekommt nun wieder mehr Spielraum eingeräumt, er ist wieder da, wo er angefangen hat.
Prinzipiell kann man sogar so weit gehen zu behaupten, dass Teil 5 sogar direkt an Teil 2 hätte anknüpfen könnte, da er nicht mehr boxen darf. Und das hätte auch das Ende von Teil 2 sein müssen, vor allem wenn man bedenkt, wie wenig an Handlung die Teile 3 und Teil 4 zu bieten hatten. Sogar Mickeys Tod hätte Off-Panel passiert sein können.
Das geht sogar so weit mit Back-to-the-Roots, dass John G. Avildsen wieder die Regie übernimmt, und obwohl er keine großen Taten vollbringt: Der ruhige Ton tut der Filmreihe ganz gut, der selbstüberschätzende Brachialton der vorangegangenen Machwerke wird dadurch wohltuenderweise fast negiert und man vermißt Stallones Regie nicht im Geringsten.
Adrianne ist immer noch nicht mehr so charmant wie im ersten Teil, jedoch weitaus charmanter als in den vorangegangenen zwei Teilen.
Pauly ist nicht mehr so launig und Rocky nicht mehr so authentisch, aber die Leutchen werden nun mal auch älter. Also kann man das getrost als gegeben hinnehmen.
Die Geschichte ist wie die gesamte Inszenierung solide und ein versöhnlicher Abschied von Rocky, nicht überragend und kein must see, wie es noch der erste Teil und in Ansätzen der zweite Teil war, aber ein netter Epilog und eigentlich fast schon ein Altherrenwerk.
Nun ja, eben ein Abschied vom guten alten Rocky, nicht mehr nicht weniger, höchstens was für Sly-Komplettisten und Nostalgiker.
6 Punkte (wegen dem Rocky-Effekt, ansonsten etwas weniger)