Rocky V ist leider ein gescheiterter Versuch, Rocky wieder Back to the Roots zu bringen. Zwar wird versucht, diesen Teil wieder mehr an die ersten beiden Teile anzugleichen, aber der Versuch missglückt leider durch die Eindimensionalität der übrigen Figuren und der an den Haaren herbeigezogenen Story.
Sly versucht Rocky zwar wieder so darzustellen, wie in Teil 1 und 2, was auch zum Teil gelingt, aber der Rest der Crew, allen voran Tommy Morrison, weiss nicht zu überzeugen. Mal abgesehen von Talia Shire und Burt Young, welche aber auch wieder, wie schon in Teil 3 und 4 zu Randpersonen degradiert werden.
Fazit: Ein gut gemeinter Film und von der Grundidee, Rocky wieder in die alte Heimat zu bringen, kein schlechter Ansatz, welcher aber von durch die Reihe unglaubwürdigen und an den Haaren herbeigezogenen Ideen zu Nichte gemacht wird.
Was man sich bei dem Drehbuch gedacht hat, wird nnur klar, wenn man sich den wesentlich besseren Workprint des Films anschaut. Dort werden bei weitem mehr und bessere Dialoge geführt und Rocky auch wirklich als gebrochener und verletzter MAnn dargestellt und in die Richtung gerückt, die man als Fan und zum (damaligen) Abschluss auch sehen wollte.
Ferner ist es so, dass dort auch viel mehr aus dem übrigen Figuren rausgeholt wird.
Zurück bleibt einfach ein Film, bei dem man sich denkt, dass er einfach nicht richtig rund läuft und Fragen über Fragen aufwirft.
Dennoch gehört er für mich aufgrund Sly`s Darstellung dazu und wird auch nicht von mir (als eingefleischter Rocky Fan) verleugnet. Rangiert aber in meiner Rangliste aller Teile auf dem letzten Platz.
Gute Idee, mangelhafte Umsetzung. Schade!