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Als Rocky Balboa nach dem brutalen Kampf mit dem Russen Ivan Drago nach Philadelphia zurückkehrt, muss er feststellen, dass sein Buchhalter sein Vermögen bei Börsenspekulationen durchgebracht hat. Da Rocky wegen seiner schweren Gehirnschädigung nicht mehr selbst boxen kann, beginnt er damit, den talentierten Boxer Tommy "Machine" Gunn für einen Titelkampf aufzubauen. Wegen des intensiven Trainings vernachlässigt er jedoch seinen Sohn, der deshalb mehr und mehr auf die schiefe Bahn gerät.

Es ist interessant Rocky I und Rocky V hintereinander zu sehen, denn beide haben einige Gemeinsamkeiten. So kehrte John Avildsen auf den Regiestuhl zurück, aber auch die Story weist einige Parallelen auf. Paulie hats verbockt, das Familie Balboa wieder pleite ist, zudem kann Rocky aufgrund des Kampfes gegen Ivan Drago, wo irreparable Hirnschäden erlitt, nicht mehr kämpfen, so das diese Einnahmequelle auch nicht in Frage kommt. Es muß also wieder, s. Teil 1, aus ärmlichen Verhältnissen aus gestartet werden.
Großer Unterschied ist dafür das Rocky hier kein einziges mal den Ring betritt, sondern einzig am Ende einen Straßenkampf zu bestreiten hat. Für einen Film, in dem es um einen Boxchamp geht wird sehr viel von dessen Kernkompetenz genommen. Stattdessen beschränkt man sich auf neue Gegebenheiten. Ein gieriger Promoter versucht ihn zu einem neuen Kampf zu überreden (den hätte man auch gleich Don Prince nennen können, eine eins zu eins Kopie von Don King), ein junger Boxer möchte von Rocky gemanaged werden und ganz übel wird dann der ausführliche Vater/Sohn Konflikt, als dieser nicht in der neuen Umgebung zurecht kommt und Daddy sich mehr um den neuen Schützling Tommy Gunn bemüht, da lacht dann das Seifenoper Herz.
das ist zwar alles sehr bemüht der Reihe andere Ideen zuzuleiten, aber da sind mir die repetetiven Schlußkämpfe gegen Weathers, Mr. T oder Lundgren wesentlich lieber. Hier gibts einfach zu viel Gesülze, zu viel Leerlauf und ob Rocky Junior (auch in real Slys echter Sohn) nun Schulprobleme hat oder nicht, kann man zwar mal thematisieren, aber dann doch bitte nicht so breit auswalzen wie hier geschehen.
So gibts dann eigentlich die besten Bilder zu den Vorspann-Credits serviert, wo ein Großteil des Kampfes gegen den bösen Russen gezeigt wird. Danach regiert leider nur das Mittelmaß. Wenig verwunderlich das die Reihe danach mal eben in eine sechzehnjährige Kreativpause ging. Betrachtet man alle Filme der Reihe, dann stellt Teil fünf sicherlich die Talsohle dar.
5/10

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