Ein Raumschiff stürzt an der sizilianischen Küste vor dem Fischerdorf Gerra ins Meer. Aus dem bald versinkenden Wrack werden zwei amerikanische Astronauten gerettet, später findet der junge Pepe einen an die Küste gespülten Behälter am Strand. Den Inhalt, einen gallertartigen Kokon, verkauft er an den in der Nähe hausenden Dr. Leonardo. Als aus diesem Kokon eine außerirdische Kreatur schlüpft und rasant wächst, ist das Unheil vorprogrammiert.
Aber letztlich ist es ja auch genau das, was man sehen will, wenn man so einen Film startet. Und der von Nathan Juran inszenierte SciFi-Streifen liefert letztlich auch genau das. Stop-Motion-Monster, Rückprojektion, Geschrei und Randale. Und die übliche (schwer nachvollziehbare) Romanze zwischen der Heldenfigur und der (wie üblich) einzigen Frau im Team.
Das Setting in Süditalien und später Rom wirkt im Genre unverbraucht und bietet gerade mit manch abgefilmten Plätzen der Stadt eine ansprechende Kulisse. Angeblich drehte man dort, weil Harryhausen da Urlaub machen wollte. Wobei das Projekt nicht allein in Italien gefilmt wurde und darüber, dass man auf Sizilien untereinander angeblich akzentlastiges Englisch spricht, muss man hinweghören.
Für die Monstereffekte zeichnete Ray Harryhausen verantwortlich, entsprechend gut wirkt das Ergebnis. Die Kreatur ist ein Highlight des Streifens. Fängt klein an, wächst schnell zum Riesen heran und ist natürlich auf Zerstörung programmiert. Wobei das völlig nachvollziehbar ist und letztlich der Mensch als negative Kraft angesehen werden kann. Denn wer wäre nicht pampig, wenn er entführt, eingesperrt, gestochen, beschossen und unter Strom gesetzt wird? Deshalb: Team Monster!
Man bekommt das, was man von einem Film aus dieser Zeit verlangt. Das ist somit zwar im Verlauf frei von Überraschungen, sieht aber ziemlich gut aus. Ausgestattet mit Effekten von Meister Harryhausen bekommt man mit „20 Million Miles from Earth“ einen netten Monsterfilm der alten Schule.