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Die kleine Bunny Lake ist verschwunden, spurlos, aus dem Kinderhort. Allerdings beginnt der ermittelnde Inspektor (Sir Laurence Olivier) nach und nach daran zu zweifeln, dass es Bunny wirklich gegeben hat. Mutter Ann ist erst vor wenigen Tagen aus Amerika nach England zu ihrem Bruder Steve (Keir Dullea) gereist, eine alleinerziehende Mutter mit offenbar nicht unproblematischer Vergangenheit, zudem fehlen Aufzeichnungen und andere Beweise. 

Als Zuschauer rätselt man lange ebenso mit, ist hin- und hergerissen zwischen der Sympathie für die junge Mutter und der Möglichkeit, einem Hirngespinst aufzusitzen. Die Auflösung ist durchaus interessant, jedoch nicht wirklich überzeugend, vor allem wird das Finale viel zu lange ausgespielt. 

Drei Besonderheiten hat der Film dennoch zu bieten: der berühmte Papierreiß-Vorspann stammt von Saul Bass, der legendäre Dramatiker Noel Coward wirkt als aufdringlicher Vermieter mit und die seinerzeit angesagte britische Popband „The Zombies“ („She’s not there“) wird unter den Mitwirkenden genannt, obwohl lediglich ein paar TV-Auftritte von ihnen zu sehen sind und die Combo ansonsten im Film nicht auftaucht. Da war ganz offensichtlich das Marketing wichtiger als die künstlerische Integrität.

6.5/10

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