Als Horror-Fan muss man eine gewisse Toleranz bezüglich Story und Schauspieler beweisen. Das ist mir schon lange klar gewesen. Dies war mir auch bewußt, als ich "Psychokill" von meinem Händler als Gratis-Beigabe bekommen habe. Ich bin kein allzu großer Fan der Deutschen Underground-Horrorfilme, habe die Werke von Andreas Schnaas und Olaf Ittenbach aber durchaus zu schätzen gelernt. O.g. Film war mein erster Taubert-Streifen, der mich zudem zutiefst enttäuscht hat. Ich habe nicht damit gerechnet, daß so etwas wie Atmosphäre aufgebaut wird, die Story war mir egal, schauspielerische Leistung habe ich ausser acht gelassen, ich wollte nur ein wenig Blut und Gemetztel genießen. Und selbst DAS wurde mir bei diesem Film verwehrt. Die Splatter-Effekte sind derart lächerlich realisiert worden, daß ich nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Beispiel? Gut! Da bekommt eine Frau ein Beil in den Unterleib gerammt. Die Schnittfolge ist hakelig, man sieht das Gesicht des Mörders, sieht, wie er ausholt. Das nächste Bild zeigt, wie das Opfer die Axt, die mittlerweile ihr Ziel erreicht hat, FESTHÄLT, kein Blut, nichts. So sind hier ALLE Greultaten konzipiert. Keine Detailaufnahmen, alles möglichst billig gemacht. Ich weiß nicht, wie groß das Budget ausgefallen ist, denke aber, daß ich es mit zwei Monatsgehältern genauso hinbekommen hätte. Dieser Film erschreckt nicht und taugt noch nicht mal als Abschluß eines Splatter-Wochenendes in geselliger Runde. Absoluter Schrott!