Der größenwahnsinnige Herrscher Caligula (David Brandon) regiert das römische Reich ebenso unerbittlich wie launisch, bis die Liebe einer Fremden (Laura Gemser) langsam seinen guten Kern zum Vorschein bringt…
Mittelmäßige Darsteller quälen sich durch eine völlig unterproduzierte, aberwitzige Geschichts-Kolportage, die über weite Strecken dramaturgisch unverbundene Tableaus aus unmotivierter Gewalt und naiv inszeniertem Sex aneinanderreiht. Der Wahnsinn des Caligula bleibt dabei psychologisch völlig unterentwickelt. Das absurde Szenenbild versucht mit einer Handvoll Statuen und ein paar Säulen aus Gärten, Ruinen und Gewölben altrömische Spielorte zu zaubern. Es braucht schon einen sehr genauen Blick, um in den zwei Stunden Italo-Irrsinn die wenigen lichten Momente zu entdecken: Dazu zählen einige Traumsequenzen, die im späteren Verlauf leider arg strapaziert werden, und das traurig-schöne Ende. Rührende Qualitäten gewinnt der Film freilich als ungeschickte Verbeugungsgeste des talentarmen, aber schaffensfrohen Joe D’Amato vor seinem großen Vorbild Tinto Brass.