Review

"Caligula 2" ist natürlich keine Fortsetzung des Klassikers von Tinto Brass, sondern D'Amatos völlig eigene Interpretation. Damit ist gemeint das er mal wieder direkt
die aktuellen Trends erkannte und auf diesen Zug mit aufsprang, solange der Name Caligula noch nicht vergessen war von italienischen Geldgebern.

Das merkt man schließlich auch: Nicht nur die teilweise expliziten Gewaltszenen ,sondern auch die zahlreichen Sexszenen stehen dem Original in nichts nach.
Eine Vielzahl an Hardcore-Sexszenen wird perverserweise gekrönt durch eine Tiersexszene mit einem Pferd (ähnlich der Szene die D'Amato-Fans aus "Emanuelle in America" kennen). Gerade dieser Wahnsinn steigert die Authenzität der Geschichte, schließlich waren solche Orgien an der Tagesordnung. Die historischen Fakten werden im Film zwar nicht berücksichtigt und das Original kann sowieso in keiner Szene erreicht werden.
Ähnlich wie im Erstling schockiert die offenherzige Darstellung und einige Szenen können wirklich überzeugen. Der Hauptdarsteller David Brandon kann nicht so überzeugen wie Malcolm McDowell, Laura Gemser und Michele Soavi spielen ihre Nebenrollen aber adäquat und werten den Film schauspielerisch etwas auf.

Tatsächlich folgten diesem Film noch weitere Caligula-Plagiate, alle natürlich von minderer Qualität als der erste Film und ohne durch schockierende Szenen wie in D'Amatos Werk aufzufallen.


5,5 / 10

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