Review

Ittenbachs Erstling ist ein grandioses Beispiel für überzeugendes Undergroundkino! Dieser Amateurfilm (den es jetzt in einer digital nachbearbeiteten Director´s Cut Fassung auf DVD gibt) hat mit Recht die Karriere des Bayers in die Wege geleitet.

Der Teenager Tommy, gespielt von mighty Olaf höchstpersönlich, zieht nach dem Tod seiner Mutter in ein kleines bayrisches Dorf. Dort vertreibt er sich die Zeit mit übermäßigen Alkohol und Tabakmissbrauch sowie seiner neu gefundenen Freundin. Eines Tages findet er auf dem Dachboden einen seltsamen Spiegel und das Tagebuch eines Mannes, der beschreibt, wie er seine ganze Familie bestialisch abgeschlachtet hat, was laut ihm unter Einfluss des Spiegels geschah. Trotzdem hängt Tommy hinauf, was sich als herber Fehler entpuppt. Der Spiegel ergreift Besitz von seiner Freundin, die daraufhin auf der Straße überfahren wird, um später als Zombie zurückzukehren. Nachdem Tommy sie erledigt hat, fängt auch er sich an zu verwandeln. Und das Grauen nimmt seinen Lauf...

Dies ist für mich der beste Film von Olaf Ittenbach. Die Handlung ist für einen Amateurfilm annehmbar, und Spannung kommt auch sehr oft auf. Die Schaupieler machen ihre Sache erstaunlich gut, und nach den ersten 30 Minuten Handlung geht es auch schon richtig zur Sache, und es wird gesplattert was das Zeug hält. Quantitativ kommen die Goreszenen nicht an die beiden Nachfolger "Burning Moon" und "Premutos" heran, qualitätiv sind sie diesen Meisterwerken jedoch überlegen. Obwohl Herr Ittenbach hier nur ein sehr kleines Budget zur Verfügung hatte (der Betrag 1000 DM wird öfter genannt, wurde aber von Ittenbach nie verifiziert), hat Olaf hier unglaubliches abgeliefert. Alles sieht täuschend echt aus, und vor allem die Szene, in der Olafs Penis auf das Brett genagelt wird ist eine Meisterleistung. Weiterhin gibt es Erstechungen, Kettensägenbehandlungen und herausgestochene Augen en masse. Der Film gewinnt gerade durch diese Szenen eine nahezu unerreichbare Härte,die es selbst bei Splatterfilmen selten gegeben hat.

Fazit: Für Gorehounds ein absolutes Muss! Einer meiner All Time Favorites. Herr Ittenbach beweist uns mit seiner Karriere, dass ein guter, innovativer Amateurfilm wie dieser hier, 10 Mal so gut ist, wie eine mittelmäßige Low Budget Produktion wie Garden of Love. Ich spreche eine absolute Kaufempfehlung aus!

10/10

Zur DVD: Die Laser Paradise DVD ist für 7-13€ überall erhältlich und bietet den Director´s Cut. Die alte Version, die zuerst veröffentlicht wurde, gibt es in digitaler Form nur in der Olaf Ittenbach Collection von Laser Paradiese zu bestaunen. Auch gibt es ein schwarzes Steelbook, das optisch einiges daher macht. Preis ca 18-22€

Details
Ähnliche Filme