Im vierten Teil seiner Police Story Reihe wollte Jackie noch mal alles übertreffen was er mit den Vorgängerteilen bisher erschaffen hatte. Das erklärte Ziel war es einen Bond-Würdigen Agentenfilm abzuliefern, was soweit geht das sogar die berühmte Ski-Verfolgungsjagd für First Strike nachempfunden wurde.
Gelungen ist das allerdings nur teilweise, denn ein Jackie Chan ist nun mal einfach kein James Bond und irgendwie würde diese Rolle auch so gar nicht zu Jackie passen.
Aber beginnen wir mit der Story. Man hat eindeutig versucht eine würdige Agentengeschichte aus dem Hut zu zaubern mit CIA und KGB (bzw. dessen Nachfolgeorganisation), mit geklauten Atomwaffen und jeder Menge internationaler Verwicklungen die Jackie in allerlei Länder führen. Angefangen in Hongkong, in die Ukraine, nach Russland und am Ende nach Australien. So ist die Geschichte um die vielen falschen Spiele die mit Jackie gespielt werden auch in der Tat recht umfangreich, allerdings fällt es teils etwas schwer dem ganzen Wirrwarr dann noch zu folgen, da bis zu dem Zeitpunkt als Jackson Tsui die ganze Geschichte erzählt doch vieles recht knapp abgehandelt wird. Da hätte etwas weniger Inhalt aber dafür gut aufgebaut mir weit aus besser gefallen.
Positiv ist dafür das Jackie sich auf etwas zurück besinnt das er in Teil 3 doch etwas vernachlässigt hat: Nämlich seine Fights.
Während in Teil 3 doch ziemlich oft zu Schießprügeln gegriffen wurde, steht bei Teil 4 wieder alles im Zeichen der Martial Arts. Und auch wenn die Kämpfe nicht so zahlreich sind, wenn es welche gibt dann dafür wieder richtig. Da werden Spiegelkommoden, Stühle, Tische, Bänke, Baugerüste, Leitern und Stelzen zu Waffen umfunktioniert. Das ist es doch wofür so viele Jackie lieben. Dazu gibt es noch einen schönen Unterwasserkampf und natürlich wieder jede Menge toller Stunts.
Selbige sind zwar wieder äußerst riskant und spektakulär, das Niveau der Kracher aus Police Story 3 können sie aber nicht erreichen.
Ebenfalls wieder enthalten ist natürlich die typische Jackie-Komik, die die Fights zwischendrin immer wieder auflockern und damit verhindern das es einen brutalen Touch bekommt wie z.B. bei Bruce Lee. Wirkliche reine Comedyszenen wie es sie im ersten Teil noch gab fehlen allerdings.
Ebenfalls erwähnenswert sind die tollen Verfolgungsjagden und hier natürlich besonders die oben schon erwähnte Ski-Jagd. Hier allerdings durchaus nicht nur mit Skiern sonder auch mit Snowboard, Hubschrauber und Schneemobil. Ich will diese Jagd dann allerdings doch nicht mit der aus James Bond vergleiche, auch wenn es sich anbietet, schließlich liegen ja doch einige Jährchen zwischen den Filmen. Aber sie zählt jedenfalls definitiv zu den Highlights des Films.
Bleibt mir abschließend nur zu sagen das First Strike ein würdiger vierter Teil der Serie ist der das fortsetzt was mit Teil 3 bereits begonnen hatte, und zwar die Geschichte weg von einer einfachen Police Story hin zu einem großkalibrigen, weltumgreifenden Actioner zu machen.
Für jeden Jackiefan ein Pflichtprogramm, für jeden der rasante Action und coole Stunts mag ebenfalls. (falls die Leute eh nicht schon Jackie Fans sind und sich somit zu Kategorie 1 zählen dürfen)
Für Leute denen Jackie Chan bisher schon nie gefallen hat oder die meinen das er seit Drunken Master 2 keinen guten Film mehr auf die Reihe bekommen hat ist auch First Strike absolut ungeeignet und sie sollte lieber die Finger von lassen.