Review

Nachdem Jackie uns ja schon mit drei teilen der berühmten Police Story Serie erfreut hatte, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein vierter Teil der Serie zustande kam.
War der erste Teil unter Chan Fans ein absolutes Novum, so war der zweite schon ein wenig mehr enttäuschend und der dritte war auch leider nur mehr Durchschnitt. Doch mit dem vierten Teil schuf Jackie mit Regisseur Stanley Tong einen weiteren Meilenstein unter seinen Filmen. In Hongkong brach der Film alle Rekorde und zählt noch heute zu seinem größten Box Office Hit in Hongkong. Dieser Rekord wurde später nur mehr von Stephen Chows Shaolin Soccer und Kung Fu Hustle gebrochen.
Doch kommen wir nun zu meiner eigentlichen Kritik.

Der Film versucht als Parodie der James Bond Filme rüber zu kommen. So kam es auch dazu, dass die Story natürlich alle Agentklischees berücksichtigt. Jemand stiehlt einen Nuklearen Sprengkörper und versucht nun diesen an die russische Mafia zu verkaufen. Kräftig mischt der Mafiaboss als KGB Spitzel seine Finger mit und so kommt es, dass Jackie bald der gejagte wird und es an ihm liegt diesen Sprengsatz zu finden und vielen Menschen der Erde wieder einmal das Leben zu retten. Nicht wirklich gut aber auch nicht wirklich schlecht. Für einen Actionreißer dieser Art reicht die Story vollkommen.

Was der Story leider ein wenig an Substanz fehlt gleicht der Film wieder durch super Stunts, Fights und dem Jackie typischen Slapstick Humor aus. Beginnen wir mal mit der Action.
Diese reicht von James Bond ähnlichen Verfolgungsjagden mit Schneemobilen und Skiiern auf einer Schneelandschaft, bis zu Sprünge mit dem Snowboard auf fliegende Hubschrauber, gewaltige Kampfszene mit einer Leiter, sowie mit hitzigen Unterwasserkampfszenen in einem Haifischbecken oder gar ein paar nicht zu verachtende Wolkenkratzer Sprünge.
Mit der Action bleibt dem geneigten Zuseher praktisch kein Auge trocken. Zwar bietet der Film nur zwei eigentlich Jackie typische Kampfszenen in gewohnt guter Qualität, aber dafür wird der Zuseher von Stunts der Extraklasse belohnt. Obwohl ich zugeben muss, dass diese nicht an z.B Project A oder Project B heranreichen.

Diese typischen Kampfszenen ermöglichen es Jackie natürlich wieder diese mit Humor aufzulockern. Sei es nun aus Schmerz oder simplen Slapstickeinlagen. Es funktioniert. Dadurch macht es auch nichts aus, dass es über den Rest des Films vorwiegend ein wenig ernster zugeht und nicht ein Witz nach dem anderen herausgeschmettert wird. Doch lustig ist es auf alle Fälle. Besonders im Haifischbecken musste ich einige male lachen.

Ein besonderes Augenschmankerl an dem Film sind noch die unglaublich guten Szenewechsel. Man befindet sich in der Ukraine auf einem verschneiten Berg und plötzlich reißt man mit einem U- Boot nach Australien wo man einige Abstecher in Hotels oder Aquarien macht.

Doch bei allem Lob muss ich auch ein paar Kritikpunkte machen. Der Film kommt manchmal etwas unlogisch daher. Am grande Finale ist jackies Hemd z.b fetznass und von einer Sekunde auf der anderen ist sein Hemd wieder komplett trocken. Es gibt zwar ein paar solch kleiner Mängel, aber die sind kaum der rede wert und trüben den Filmgenuss kaum.
Dennoch gibt es etwas was mich an dem Film extrem störte. Er ist arg kurz geraten. Nur ca 80 Minuten. Das haben wir wieder den amerikanern zu verdanken, die es sich nicht nehmen haben lassen so ca 25 Minuten vom Film herauszuschneiden und somit sowohl die Story und Handlungszenen und Actionszenen etwas schlechter zu machen. Ich möchte es wirklich einmla erleben, dass die amerikaner mal ihre Finger von der Schere lassen. Dann lieber UNCUT und mit einer FSK 16 als veramscht. Denn alzu oft wurden wirklich gute Ideen und Szene einfach rausgeschnitten. Und da viele der Chan Fans nicht die Hongkong DVD mit englischen Untertiteln haben wollen.

Zumindest haben sie die Outtakes noch drin gelassen, den die sind wie wir alle wissen immer wieder amüsant und lustig.

Fazit: Wer Chan mag, mag auch diesen Film. Er bietet von allem etwas und der recht postive Eindruck wird nur durch die paar kleinen Mängel und der wieder einmal extrem geschnitten Version und dem dadurch etwas zu kurz geratenen Film getrübt. Trotzdem ansehen. Es lohnt sich.

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