Leute, vergesst die ganzen berüchtigten Filme mit den American so-und-so-Titeln oder Kickboxer die vierhundertachtunddreißigste, diese Ding hier hat nichts mit dieser stets bierernst und peinlich präsentierten Ich-töte-dich-weil-du-meinen-besten-Freund-zum-Krüppel-geschlagen-hast-Orgien zu tun – hier gibt es intelligenten Teeniewitz und unterhaltsame Kampfsportaction in einer dicken Packung, die man auf charmant-ironische Art und Weise präsentiert bekommt. Die hier niedergeschrieben Inhaltsangabe trifft auch überhaupt nicht den richtigen Ton des Films.
Dabei stimmt der Text an sich schon: Drew Carson ist ein typischer amerikanischer Teenie: frech, impulsiv, hinter den Mädchen her, aber vor allem: unreif. Nur ein Hobby unterscheidet ihn vom Einheitsbrei: er ist leidenschaftlicher Kampfsportfan. In einem Turnier wird ihm jedoch knallhart der Wind aus den Segeln genommen, als ihm sein größter Konkurrent, der fiese Trevor buchstäblich die Hosen auszieht. Niedergeschlagen besinnt er sich, die Kampfkunst der Shaolin zu erlernen und begibt sich tatsächlich nach China. Widerwillig wird er von den Mönchen dort aufgenommen und beginnt mit dem harten Training des Kung Fu. Doch auch seine Kultur wird an Mönchen nicht spurlos vorbei gehen...
Irgendwann kommt es in einem Wettkampf zum finalen Wiedersehen zwischen ihm und Trevor...
Klingt alles immer noch nach total ernstem Billigquatsch aus den USA, doch dieser Ausnahmestreifen kommt gewollt auf einer völlig anderen Ebene rüber! Hier wird der Witz nicht nur hier und da mal eingestreut – er ist so zahlreich wie in einer normalen Komödie, was diesen Film ergo zu einer eben solchen macht! Nicht nur kindgerechte Situationskomik findet hier Anwendung, auch der ein oder andere Seitenhieb auf vergleichbare Prügelstreifen der oben angesprochenen Machart finden sich des Öfteren. Nebenbei fürchtet sich der Regisseur auch nicht vor charmanten kleinen Lebensweisheiten und Botschaften an den Zuschauer, gegenseitige kulturelle Barrieren fallen zu lassen, um für ein lockereres Miteinander zu sorgen. Mit genau diesem Wort, locker, kann man das Gesamtbild bezeichnen, was einem hier vorliegt; dabei ist die Action jedoch keineswegs lasch oder für Babys, die Kämpfe sind von Könnern inszeniert worden und können sich durchaus sehen lassen. Zudem wird der spezielle Kampfsportfilmfreak unter den Schauspielern das ein oder andere bekannte Gesicht wieder finden.
Weder der allseits befürchtete amerikanische Pathos noch Langeweile haben hier keine Chance, und Karate Kid ebenso wenig!