Voglia di guardare
Skandalöse Emanuelle - Die Lust am Zuschauen ist in Anbetracht des Films sicherlich Ansichtssache. Dennoch bin ich an dem Film nicht vorbei gekommen, da meine Augenweide „Laura Gemser“ hier mitspielt. Bei „Joe D'Amato“ muss man sich auf zwei Gegebenheiten einlassen. Entweder Horror oder Sex und manchmal auch beides vermengt. Nun ja, bei unserem vorliegenden Film haben wir es mit einem Erotik Drama zu tun. Wenn mich einer nach der Zielgruppe fragen würde, für die der Film geeignet ist, würde ich antworten: Baujahr 50er. Denn wirklich in Fahrt kommt die Skandalöse Emanuelle nicht wirklich. Jüngere Zuschauer würden die Darstellerinnen wohl eher als „grottig“ bezeichnen statt „sexy“.
Story:
„Diego“ (Marino Masé) ist ein angesehener und erfolgreicher Arzt, doch er kommt aus Sicht seiner Frau „Christina“ (Jenny Tamburi) seinen Ehepflichten nicht mehr nach, so das Seniora „Christina“ nun triebgesteuert sich, wo anders Befriedigung besorgt. Natürlich nicht bei irgendjemand, sondern bei „Andrea“ (Sebastiano Somma)den Freund von „Diego“. Dieser schmierige Snopp führt sie in das Bordell der Mitteilhaberin und seiner Geliebten „Francesca“ (Lilli Carati) ein, wo sie jetzt Freier abfertigt und diese sogar noch als Spiel sieht.
Das gefällt „Francesca“ wiederum nicht (irgendwie verständlich nach 10 Jahren Ehe) und fordert „Andrea“ auf von ihr zu lassen. Der denkt aber nicht daran und so zwingt „Francesca“ die Wahrheit aufzudecken und klärt die nichts ahnende „Christina“ auf, dass „Andrea“ der für Geld alles macht und ihr Mann „Diego“ gemeinsame Sache machen. Denn dieser Strolch hat das alles inszeniert und sie die ganze Zeit hinter einer Scheibe im Bordell beobachtet.
„Diego“ das alte Schlitzohr ist also ein Voyeur, „Francesca“ eine eifersüchtige Bordellbesitzerin, „Andrea“ ein geldgeiler Halunke und „Christina“ eine nichts ahnende Nymphomanin nun fehlt nur noch „Josephine“ (Laura Gemser) die „Christina“ die Geheimnisse der Erotik einhaucht. Also eigentlich alles Tutti Frutti, wenn sich unsere „Christina“ dank „Josephines“ Hilfe nicht selbst gefunden hätte. Somit ist „Andrea“ jetzt leer ausgegangen und unsere Ehe Leute „Diego“ und „Christina“ sind sich wieder einig und frönen nun gemeinsam ihrer neu gefundenen Leidenschaft am Zusehen. Na dann mal los, denn mit Seemann „Italo Buffanie“ haben sie einen neuen Mitspieler gefunden diese Voyeure. Ende gut alles gut.
Mensch, hier hat man aber wirklich trampellige Bäuerinnen vom hintersten Dorf Bauernhof vorgezerrt. Außer „Laura Gemser“ kann in puncto Schönheit Pardon ich meinte Ansehnlichkeit keine überzeugen.
Das Ganze ist eine nichtssagende Gutenachtgeschichte, die man sich einmal ansehen kann und danach abhacken kann. Was wir hier bei diesem Film als positiv oder Vergnügen für die Augen bezeichnen können, sind die gepflegt, gehobenen ausgesprochenen Dialoge (keine Fäkalsprache), dann natürlich das Szenenbild des luxuriösen Anwesens und die Panorama aufnahmen.
Sonst bietet der Film weder Spannung noch Atmosphäre und schon gar keinen Anspruch und Niveau. Erotik sei jetzt mal dahingestellt, die ist natürlich Geschmackssache, mich konnte in der Hinsicht nichts außer dem kurzen Auftritt von „Laura Gemser“ überzeugen. Das Ganze wirkt mir einfach zu schnulzig und verstaubt. Ne ne, da hat man definitiv schon Besseres gesehen.
Zu der Story und zum schauspielerischen Talent sage ich mal nichts, aber das geschehene hätte auch bei jedem Nachbarn um die Ecke geschehen können, so wirkt die Story wenigsten nicht aufgesetzt und etwas realistisch.
Fazit:
Einmal ansehen und als abgehackt notieren. Mehr als eine 2 würde ich dem Film eigentlich nicht geben, aber da Sternchen „Laura Gemser“ mitspielt, und „Joe D'Amato“ das fabrizierte ne schwache 3/10