Review

Unterhaltsamer Horrorstreifen.
Der zweite Teil der Phantasm-Reihe ist der einzige, der in England nicht ab 15, sondern ab 18 ist. Entsprechend große Hoffnungen hatte ich, was den Blutgehalt angeht. Enttäuscht wurde ich nicht. Der ein oder andere gelungene Effekt kann festgehalten werden.
Der Tall Man (Angus Scrimm) ist wieder da. 6 Jahre ist der erste Teil her und er hat sich erholt und nimmt im Moment die Friedhöfe kleiner Käffer auseinander, um sich seine kleine Zwergenarmee aufrecht zu erhalten. Mike ist mittlerweile 19, und wird nach langjährigem Aufenthalt in der Psychoanstalt entlassen. Er begegnet seinem alten Freund Reggie wieder und gemeinsam machen sie sich auf die Jagd nach dem Tall-Man, um ihn endgültig aus der Welt zu schaffen, nachdem dieser die Familien der beiden bereits hingerichtet hat.
Sie basteln sich also einen Flammenwerfer und eine vierläufige Schrotflinte und gehen auf Jagd. Die Story lässt vermuten, dass der Film leicht actionangehaucht ist, was ich so unterschreiben würde – ein Action-Horrorfilm mit ein paar Explosionen und Autoverfolgungsjagden.
Die Stimmung ist wieder sehr düster gehalten und lässt einem den ein oder anderen Schauer über den Rücken laufen. Wichtiger fand ich jedoch, dass der Film spannend und blutig ist. Bei den Blutszenen kann man Don Coscarelli durchaus Einfallsreichtum zuschreiben. Sicher, das mit der Sphere-in-den-Kopf kennen wir schon, aber wie sie in den Rücken fährt, um sich ihren Weg zum Kopf zu bahnen, war schon äußerst witzig. Die Zwerge kommen dieses Mal ein bisschen schwächer weg. Sie wirken etwas bewegungsgehemmt und lahm. Im ersten Teil haben sie mehr Angst verbreitet. Der Tall-Man bringt wie schon im ersten Teil gute, furchteinflößende Leistung und darf dieses Mal sogar mehr sprechen! (Im ersten Teil waren es nur 28 Worte!)
Schauspielerische Leistungen sind ebenfalls ok, allerdings dieses Mal ein bisschen weniger auf Horrorfilm zugeschnitten, eher sogar ein wenig komödiantisch: „Isn’t that logical?“ „Yes, in a horny way it is...“ lautet einer der nicht ganz ernst zu nehmenden Dialoge zwischen Reggie und Mike, als sie eine junge Dame aufgabeln und darüber diskutieren, ob es sinnvoll sei, sie mitzunehmen. Reggie will gerne mal wieder punkten und will sie auf jeden Fall mitnehmen. Reggie findet das unvernünftig, weil sie so in Gefahr gebracht würde...

Fazit: Phantasm 2 unterscheidet sich stark vom ersten Teil, wurde er schlielich fast 10 Jahre nach dem ersten gedreht. Er ist genauso düster aufgebaut, streut aber die ein oder andere humoristische Einlage ein und enthält mehr Actionelemente. Zudem kommen häufigere Gewaltentgleisungen als im ersten Teil, die durchaus Spaß machen. Insgesamt sind die Teile schwer miteinander zu vergleichen. Ich fand den zweiten aber leicht besser als den ersten. Nicht so einzigartig, dafür besser umgesetzt. Dafür gibt es von mir 7 Punkte. Euer
Don
P.S. Achtet mal drauf: In der Mitte des Films wird Sam Raimi (Regisseur von „Tanz der Teufel“) eingeäschert...

Details
Ähnliche Filme