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Nachdem Mike den Ärzten in der Klinik zugestimmt hat, daß alles, was er im Morningside-Institut gesehen hat, reine Phantasie war, wird er aus der Psychiatrie entlassen. Doch er glaubt das nicht wirklich, sondern will zusammen mit seinem Freund Reggie den ominösen "großen Mann" suchen und ihn eliminieren. Außerdem hat Mike Träume von einer hübschen, fremden Frau, die er unbedingt finden muß, weil er weiß, daß der große Mann sie sucht und keine guten Absichten mit ihr hat.

Neun Jahre nach dem Erstling der Phantasm Reihe entschied sich Regisseur Don Coscarelli einen zweiten Teil folgen zu lassen. Das diese Entscheidung bereits anno 1979 feststand erkennt man daran, das die Fortsetzung in den Anfangsszenen das Finale des Prequels unmittelbar fortsetzt und zwar mit Szenen die bereits 1979 in weiser Voraussicht gedreht wurden. Neben dem Regisseur sind auch die tragenden Säulen Angus Scrimm und Reggie Bannister wieder mit dabei. Einzig die Rolle des Mike wurde mit James LeGros neu besetzt (zum Glück).
Das Böse zwei ist dabei etwas benutzerfreundlicheer geworden, die Story ist nicht mehr ganz so verknotet, auch wenn nach Filmende ein ganzer Haufen Fragen immer noch übrigbleiben. Die Person des Tall Man bleibt weiterhin ein ungeklärtes Mysterium. Da bei der Produktion wesentlich mehr Geld zur Verfügung stand, kann Coscarelli sein durchaus vorhandenes Talent auch besser ausleben. Die Friedhossets sind hervorragend gelungen und verbreiten eine creepy Atmosphäre und auch die Killerkugeln dürfen sich richtig austoben. Auch an der Härteschraube wurde etwas gedreht, Phantasm zwei ist zwar noch lange kein Splattermovie, aber die wenigen Effekte die da sind, sitzen kompromißlos. Reggie und Mike bekommen als waffenstarrende Racheengel ein Arsenal an die Hand, das auch John Rambo gut zu Gesicht stünde und nutzen dies reichlich aus.
Überhaupt zeigen sich die Darsteller verbessert, was sich bei Reggie Bannister am besten zeigt. War er im ersten Teil noch sowas wie ein blasser Mitläufer, zeigt er sich aktuell im best asskicking Modus. Angus Scrimm rockt nach wie vor und auch die 13 jährige Transuse wurde aus der Handlung raus seziert. Daumen rauf für die neue Riege der Charaktere.
Phantasm zwei gefällt mir sogar besser als der Vorgänger, er ist deutlich eingängiger ohne das Flair des geheimnisvollen aufzugeben. Gelungener Horror.
7/10

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