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Es ist interessant zu sehen, wie in diesem Film die Stützpfeiler der koreanischen Gesellschaft (Bildung und Familie) pervertieren, um letztendlich einem gar nicht hohen Ideal zu dienen: dem Gangstertum. So interessant die Geschichte ist und insbes. von einem hervorragendem Hauptdarsteller getragen wird, so wenig ist leider auch das Umstülpen desselben nachzuvollziehen: vom schulverweigernden Straßengangster zum Bildungsbürger und fürsorglichen großen Bruder. Das alles wirkt sehr gestellt und mag vielleicht als Drehbuch funktionieren, aber ich hätte mir an vielen Stellen eine differenzierte Beleuchtung der Hauptcharaktere gewünscht. Doch viele skurrile Ideen, mit leichtem Hang zur Gewaltverherrlichung, machen den Film wirklich sehenswert.