Sam Peckinpah hat den (amerikanischen) Truckern mit „Convoy“ ein kleines Denkmal setzen wollen. Das Resultat ist zwar unterhaltsam, aber auch ein wenig unentschlossen ausgefallen.
Ein paar solide Autostunts und eine Menge LKWs, die über staubige Landstraßen brettern – viel mehr gibt dieser Actionstreifen leider nicht her. Handwerklich sauber in Szene gesetzt, aber inhaltlich ohne Ecken und Kanten.
Der arglistige Sheriff Wallace hat mit dem Trucker Rubber Duck noch eine Rechnung offen und schikaniert ihn, wo er nur kann. Bei einer Rauferei in einer Bar geht es mächtig zur Sache, woraufhin Rubber Duck und seine Kollegen vor dem rachsüchtigen Sheriff fliehen.
Während sich immer mehr Menschen ihm und seinen Freunden in einem Konvoi anschließen, fährt Sheriff Wallace härtere Geschütze auf und inhaftiert einen Trucker-Freund, um diesen als Köder zu benutzen…
Die Story bietet insgesamt nicht allzu viele spannende Momente, denn diese trieft nur so von Klischees: Staubige Landstraßen, harte Kerle in ihren Trucks, durch die Bank unfähige Polizisten und zu allem Überfluss noch ein Politiker, der sich auf Kosten der Trucker profilieren will. Hinzu kommen einige Unwahrscheinlichkeiten, wie das Ignorieren sämtlicher Gesetze auf beiden Seiten, sowie die uneingeschränkte Sympathie scheinbar sämtlicher Trucker auf den Straßen Amerikas.
Das ist zwar recht imposant, eine Schlange von zig Trucks aus der Vogelperspektive zu beobachten, aber auf Dauer ist das etwas wenig, um den Zuschauer bei Laune zu halten.
Die Schauwerte halten sich bis auf ein paar gelungene Stunts doch sehr in Grenzen und auch die Darsteller agieren bis auf Ernest Borgnine als Sheriff Wallace allenfalls durchschnittlich.
Etwas mehr Härte hätte diesem Road Movie garantiert nicht geschadet, auch wenn es über weite Teile recht unterhaltsam ausgefallen ist und selten Leerlauf entsteht, aber mit dem versöhnlichen Finale hat man den zuvor angedeuteten sozialkritischen Untertönen keinen Gefallen getan.
6 von 10 Punkten