Sam Peckinpah versuchte sich 1978 nochmals an einer Art "Roadmovie-Western", der allerdings ein reichlich schwachsinniges Blechschaden-Filmchen geworden ist.
Meiner Meinung nach ist an "Convoy" einfach fast alles missraten: die Story ist banal und klischeehaft, gleiches gilt für ausnahmslos alle Figuren. Da sind die Gesetzeshüter natürlich alle korrput und dumm wie Brot, die "Helden", also die Trucker, sind allesamt debile Machos, die lediglich einen Riesenspaß daran haben, mindestens so viele Gesetze zu brechen wie ihre Kontrahenten. Sympathisch macht sie das aber keineswegs. Im Gegenteil...
Als dann gegen Ende auch noch die manipulativen Politiker ins Spiel kommen, wird auch noch die letzte Klischee-Karte ausgespielt.
Da der größte Teil des Films darauf verwendet wird, einfach nur den LKW-Convoy auf der Straße zu zeigen, herrscht natürlich viel Langeweile. Zugegebenermaßen sieht das ganz nett aus, aber wenn man sich nicht grade für die großen Sattelschlepper begeistern kann, öden einen diese zahlreichen Szenen ziemlich schnell an.
Dann gibt´s da ja noch ein paar Actionszenen. Die sind allerdings extrem einfallslos inszeniert, es fahren nur ständig LKWs völlig sinnfrei durch irgendwelche Gebäude. Das Ganze ist dabei auch noch in Zeitlupe gefilmt, und wirkt dadurch nur unfreiwillig komisch. Wieso die Trucker diese Zerstörungsorgie überhaupt machen, hat keinerlei Sinn (schließlich demolieren sie in erster Linie Häuser von anderen Privatpersonen - in einer Szene fährt ein Laster beispielsweise durch eine kleine Gärtnerei. Ist ja toll, da beschweren sie sich, dass man´s als Trucker so furchtbar hart hat, macht dann aber einem wahrscheinlich ebenso kleinen Gärtner mal eben das Haus platt... wirklich sehr edelmütig!). Bei sämtlichen Verfolgungsjagden stellen sich die Gesetzeshüter natürlich äußerst tölpelhaft an, was dem Film eher den Charakter einer seichten Actionkomödie á la "Ein ausgekochtes Schlitzohr" verleiht. Nur leider ist "Convoy" halt ernst gemeint...