Inhalt:
Hongkong, 1973. Tsao Wei (Fong Yau) ist ein skrupelloser Verbrecher, der in Verbindung mit einer Gangster-Bande steht, die junge, attraktive Frauen verschleppt, um sie zur Prostitution zu zwingen. Gefangen gehalten werden die Mädchen zunächst in einem Haus..., um von dort an die Bordelle verteilt zu werden.
Tsao Wei tötet die Mutter des ehemaligen Polizisten Yuan Ying (Pai Ying), in dem er sie mit seinem schwarzen Gürtel brutal erdrosselt. Die Schwester von Yuan Ying, die blinde Ruby (Au-Yeung Pui-San), wird von Tsao Wei geschändet.
Yuan Ying kehrt aus Singapur nach Hongkong zurück, und erfährt von dem Drama. Er schwört dem Mörder seiner Mutter und Vergewaltiger seiner Schwester nur eines: Rache.
Doch der Fall liegt eigentlich in den Händen der Polizeibehörde. bei Inspektor Chan (Kao Yuen) und dessen Assistenten Tonny (Paul Chun). Yuan Ying ermittelt indes auf eigene Faust.
Und er kann dabei sogar die Frauen befreien, von denen die aparte Jane Ho (Helen Ma) gar ein gutes KungFu beherrscht. Jane kooperiert nunmehr mit Yuan Ying.
Und als Ruby ihren Peiniger an der Stimme in einem Lokal erkennt..., und Yuan Ying einen der Gangster, "Cripple" (San Kuai) im Kampf töten kann..., schließt sich der Ring um die Bande immer enger.
Doch da wird Ruby von den Gangstern entführt.
Für Tsao Wei wird die Situation indes immer brenzliger, als sich der Mann der ihm einst das Leben rettete..., der KungFu-Fighter Yang (Nick Cheung Lik), gegen ihn stellt.
Es kommt zu heftigen Kämpfen..., und schließlich zum Showdown zwischen Tsao Wei und Yuan Ying.....!
Fazit:
Für die Studios von "Goldig Films" in Hongkong dirigierte Regisseur Cheung Sum diesen insgesamt guten, unterhaltsamen KungFu-Actioner im Jahre 1973.
In zeitgenössischer, realer Kulisse, erzählt dieser Film eine eigentlich einfache, mitunter aber etwas verzwickt gehaltene Story, um einen Ex-Cop, der den Tod seiner Mutter und die Schändung seiner Schwester rächen will..., also mal wieder ein Plot um einen letztendlich einsamen, harten Fighter.
Das ist mitunter mit kleinen Längen und ein paar Umständlichkeiten in Szene gesetzt, doch entstand ein insgesamt noch recht spannender, stringenter und handwerklich sauberer Actioner, der den eingefleischten Eastern-Fan als "KungFu-Film für zwischendurch" ordentlich unterhält.
Die Darstellung sind durchaus mehr als solide, ein Gangster-Eastern im Krimi-Gewand..., und die harte KungFu-Action rockt die Sache noch auf ein passables Niveau.
Ein Klassiker entstand nicht gerade, und das Ganze ist natürlich keine hochambitionierte Kunst, das ist ja klar. Aber insgesamt kann der Fan des Genres hier zufrieden sein.
Pai Ying ist der Held dieses KungFu-Dramas aus dem Hongkong eingangs der 1970er, ein saucooler Ex-Cob mit Sonnenbrille und Longarm-Shirt, zudem raubeinig, und natürlich auf eigene Faust ala Schimanski ermittelnd. Da sind die Methoden natürlich weniger zimperlich als bei den bornierten Officers der Hongkong-Polizei.
Und Pai Ying ist ein exzellenter KungFu-Fighter mit starker Technik und ohne Pardon für die Villains, denen er Saures gibt.
Zum Schluss an seiner Seite ein weiterer Super-Fighter..., Nick Cheung-Lik, der seinen Part überraschend ruhig und abgeklärt absolviert..., wohltuend. Doch fightet auch er einen athletischen, feinen Stil, wie man es von ihm kennt.
Fong Yau spielt den Villain, und zieht als dieser alle Register, brutal, skrupellos und eiskalt mordend und vergewaltigend. Das spielt er richtig gut, mit entsprechender fast stilisierter Mimik, das konnte darstellerisch durchaus gefallen.
Doch sind die Damen noch besser: Helen Ma als taffe Co-Heldin, die mit Pai Ying kooperiert, die knackige Darstellung kam gut rüber, Helen Ma lässt sich nix gefallen, sie spielt und fightet in ihrer Rolle beherzt mit. Und ich würde sie ohnehin nur dann von der Bettkante schubsen, wenn ich mit Laura Wontorra liiert wäre.
Noch besser: Au-Yeung Pui-San..., die eine blinde, junge Frau verkörpert, die missbraucht und rumgeschubst wird. Wie diese Darstellerin diese undankbare Rolle überzeugend meistert, ist aller Ehren wert, starke Performance.
Und Lee Heung-Kam agiert als Bordell-Vorsteherin so ala Chiu Ting..., eine arrogante Luxus-Tucke die die verschleppten Mädchen eiskalt taxiert und gängelt. Aber wie bei Chiu Ting, ich würde die reife, sehr vollbusige Lee Heung-Kam wohl den jungen Damen denen sie vorsteht, jederzeit bevorzugen.
Bis in kleinste Auftritte besetzte man hier prominent..., so entdeckt man Hon Gwok Choi, San Kuai, Feng Yi als Heilpraktiker, Suen Lam mal wieder in seiner Parade-Rolle als schleimender Schmierlappen, Eastern-Knautschgesicht Addy Sung, sogar Yen Shi-Kwan, Corey Yuen, Yuen Wah und Chin Yuet-Sang. Und Tino Wong soll gar auch noch mitgemacht haben.
Wichtigstes... natürlich die hier harte, mit der Laufzeit zunehmend intensivere und dynamischere KungFu-Action.
Da geht es knallhart zur Sache..., und schließlich rockt die Nonstop-Fightaction.
Pai Ying und Nick Cheung-Lik sorgen für ansprechende Technik in den Aktionen und Fighting-Instructor Yuen Wo-Ping gestaltete einige kernige Choreographien, ob "1-vs.-5" oder die Duelle in der finalen Phase des Streifens. Mehr konnte man hier nicht erwarten.
"The Black Belt" hat seine leichten Schwächen, ist wenig ambitionierte Unterhaltung, ist aber auch ein insgesamt passabler und knallharter Eastern mit mehr als soliden Darstellungen und einigen dynamisch-kernigen KungFu-Fights.
Das reicht für solide 6,5/10 Punkte in meiner Bewertung.