In der ruhigen Kleinstadt Dundas im Herzen Amerikas arbeitet der Genforscher Ken Horvath noch spät in der Nacht in seinem Labor. Er testet eine Substanz und ist überzeugt: Das neue Pestizid ist einzigartig, denn die Wespen im Experiment sind in Rekordzeit vernichtet. Währenddessen laufen die Vorbereitungen für den beliebten Hamburger-Wettbewerb in Dundas auf Hochtouren - ein Großereignis, das von großem Medienrummel begleitet und landesweit im Fernsehen übertragen werden soll. Doch später in derselben Nacht passiert im Labor etwas Unerwartetes: Nicht alle Wespen sind tot und einige können entkommen. Jetzt sind sie jedoch viel stärker und angriffslustiger als zuvor.
Das der TV Film Swarmed sich seine Plotpunkte beim weißen Hai abgeschaut hat wird relativ schnell an den Charakteren deutlich. Die Handlung spielt mal wieder in Klischeehausen, wo Sheriff und Bürgermeister korrupt und unfähig, die Geschäftsleute aus Gier über Leichen gehen, Reporterinnen eitle Zicken und Wissenschaftlerinnen sexy Hexies sind. Ursache des ganzen Schlamassels ist die höchst gefährliche deutsche Wespe, von der ich allerdings noch nie gehört hab, ich meine afrikanische Killerbienen ok, aber das in hiesigen Wäldern und Konditoreien der Tod lauert ist mir zumindest noch nie wirklich aufgefallen.
Hauptschuld an der Plage ist eigentlich derjenige der den Helden darstellt, seine Firma steigert die Giftdosis der Tiere, seiner Schusseligkeit ist es zu verdanken das der Quotenschwarze das neuartige Insektizid versprühen kann und im Finale hat er kaum noch was vernünftiges beizutragen. Abseits der etwas ungeschickten Charakterzeichnung kann man Swarmed aber durchaus ansehen. Paul Ziller ist ja Experte darin quasi ohne Budget noch einigermaßen brauchbares abzuliefern. Statt der Regatta in Jaws ist es eben hier ein Grillwettbewerb, der viele Leute zu potentiellen Opfern macht, sterben müssen aber beinahe nur die nominell Bösen, auf die sich die Wespen zielsicher stürzen, obwohl sie doch sonst tausende Leute zum totstechen hätten.
Lobend erwähnen muß man aber auch das Ziller dankenswerter Weise auf die drohende Love Story zwischen den beiden Protagonisten verzichtet. Das Tempo ist angenehm hoch und sogar die anfangs volldeppigen Kammerjägern wandlen sich zu likeable Charakteren. Die CGI ist einfach zu bewektstelligen und sieht demzufolge brauchbar aus, überrascht war ich allerdings das sich dieser ansonsten harmlose Fernsehfilm ein ausgestochenes Auge mit blutiger Höhle leistet, sonst bleibt aber bis auf ein paar Pusteln alles friedlich. Lustig wirds sobald eine blöde Trulla auf genau 1 Wespe vier Schuß mit der Schrotfilnte abfeuert. Trotz der angedeuteten Fortsetzung am Ende bleibt Swarmed aber ein Unikat. Fürs Budget ist das Endergebnis sogar brauchbar.
5/10