Review

Man kann sicherlich darüber streiten, ob dieser Fim zu den Meisterwerken der Filmhistorie gehört.

Ja, der Film ist perfektes Kino a la Hollywood, toll inszenziert mit guten darstellerischen Leistungen.

Wenn man aber hinter die Kulissen schaut, wird die übliche schwülstige Schwarz-Weiß-Malerei betrieben, sodass der Film nicht nur sein Potenzial verschenkt, sondern mit seinen Aussagen in meinen Augen letztendlich ein Ärgernis darstellt.

Hier wird aufwändig aber dennoch schlicht der Aufstieg vom "Tellerwäscher zum Millionär" zelebriert und das gute Amerika bei den einfachen Menschen in der Provinz platziert, wobei die Menschen, die die Flucht aus der Provinzialität suchen, nämlich Forrests großer Liebe Jenny, die gegen Konventionen, Engstirnigkeit und falsche Moral aufbegehren, der Drogensumpf, AIDS und Tod droht, bzw. als irre und brutale Chaoten (Friedensbewegung, Black Panther) dargestellt werden.

Der einfache, aber moralische Amerikaner, der rechtschaffen voranschreitet, für sein Land in einem völlig sinnlosen Krieg sein Leben riskiert, Vorgesetztenhörigkeit beweist und natürlich gottgläubig ist, hat trotz denkbar schlechter Ausgangsvoraussetzungen Erfolg im Leben.

Wenn Zemeckis hier nicht eine Satire auf den American Way of Life drehen wollte, sozusagen mit "versteckter" Botschaft, sondern diesen Mist wirklich ernst gemeint hat, was ich mal befürchte, dann kann man einfach nur den Kopf schütteln.

Forrest Dump ist imho einfach nur ärgerliches und dummes Hollywood-Kino.

3/10

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