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Der Tod ist sexy! Zumindest, wenn er in Gestalt von Tamara daher kommt. Als graue Maus hat das Mädchen noch wenig zu melden, weder bei ihren Mitschülern noch bei ihrem geliebten Englischlehrer. Dann aber fällt sie einem tödlichen Streich zum Opfer und erscheint als verführerisch mordende Wiedergängerin auf der Bildfläche, um Rache zu üben. Dank übernatürlicher Kräfte erhöhen sich Sterblichkeitsrate und Gorefaktor an der Highschool deshalb drastisch. Aber wer würde nicht gerne einem Vamp wie Tamara zum Opfer fallen ...

Tamara ist ein netter moderner Teenie Slasher mit Wicca Einschlag. Die Story ist ebenso simpel wie altbekannt, unattraktive schüchterne Brillenschlange wird von ihren Mitschülern gehänselt und bei einem besonders bösen Streich unabsichtlich in den Hexenhimmel befördert. Da sie aber immer brav ihre Mitgliedsbeiträge im Hexen-e.V. Club bezahlt hat, darf sie wiederkehren und sich an ihren Peinigern rächen, nichts was man nicht schon in anderen Filmen wie z.B. Carrie o.ä. gesehen hätte. Was sich jedoch vom Slasher Einheitsbrei unterscheidet, ist die intelligente Durchführung des Rachemotivs, die Kills sind von der originell kreativen Sorte und die Idee die zwei größten männlichen Quälgeister durch Willenskontrolle dazu zu zwingen miteinander ne Gay Nummer zu schieben (glücklicherweise offscreen) war absolut zum schmunzeln. Auch das unorthodoxe Ende gestaltete man erfreulicherweise abseits der üblichen Ami-Stereotypen, indem der unschuldige Lehrer aus einer funktionierenden Beziehung mit Kinderplanung per Ableben befördert wird, normalerweise überleben solche Leute doch.
Mir hat Tamara sehr gut gefallen (sowohl der Film als auch die Darstellerin), obwohl man nach fünf Minuten bereits weiß wo der Hase hinläuft. Die Story ist clever umgesetzt und kann aus dem eigentlich ziemlich ausgelutschten Rachegeschichtlein noch das beste machen..
7/10

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