Hier ist Stallone in seinem Element und nach Demolition Man ein weitere Sci-Fi Kracher mit dem Rambo. Regie führte hier Danny Cannon.
Inhalt:
Nukleare Kriege haben die Welt verwüstet und es gibt nur noch drei Weltstädte in denen die ganze Menschheit lebt und dort herrscht das pure Chaos. Nur die Judges, eine Art Polizei können da noch durchgreifen. Doch da wird die lebende Legende Josef Dredd wegen Mordes verhaftet und zu lebenslanger Haft verdonnert. Sein Bruder Rico verbreitet derweil das Chaos. Dredd kann fliehen und muss Rico aufhalten.
Eine sehr einfache aber effektive Story für so eine Comicadaption. Der Film hat zwar einige Logiklöcher und Klischees ist aber verdammt opulent und vor allem sehr schnell in Szene gesetzt. Man wird hier prächtig unterhalten und Sly liefert uns das was wir von ihm sehen wollen: Action. Und davon gibt es jede Menge, allein schon der Anfangsshootout ist eine wahre Pracht, die Kannibalen, Kampfroboter und vielen Schießer und Prügeleien sind allerliebst. Mehr Action hätte man diese 87 Minuten nicht packen können. Diese ist für FSK 16 zum Teil ganz schön blutig.
Die Kulisse ist auch eine Pracht, auch wenn man schon ein bisschen merkt dass der Film schon gute 11 Jahre auf dem Buckel hat. In der Stadt herrscht rohe Gewalt, alles ist aneinander gedrängt, alles aus Metall und die Sonne scheint auch nie, eine richtig schöne Endzeitstimmung. Dazu noch die richtig heroische Musik, die super zu Stallones harten Auftritten passt und vor allem die Action perfekt untermalt.
Nur aus der Story, die hier lang nicht ganz ausgeschöpft wird, hätte Danny Cannon mehr herausholen können. Allein die Sache mit dem Klonen hätte man noch besser ausführen sollen und das Schaffen des totalitären Staats ist schon eine gute Idee, aber man merkt dass Cannon hier auf die schnelle Inszenierung aus war und daher bleibt für das Ausführen der Story keine Zeit, was dem Film auch eigentlich nicht schadet.
Eine Menge Prominenz ist auch mit an Bord. Sly Stallone passt einfach in die Rolle des übertriebenen, wortkargen und knallharten Bullen. Seine Mimik wirkt nur manchmal etwas unfreiwillig komisch. Diane Lane als Judge Herschey gibt eine gute Figur als Dredds Partnerin ab. Armande Assante kommt als Bösewicht Rico richtig unsympatisch herüber, Jürgen Prochnow kann eh sehr gut den Bösewicht markieren, er hatte ja schon genügend Gelegenheiten dazu. Rob Schneider lässt zwar ein paar richtig gute Sprüche los, aber nervt auch ein bisschen und zu guter Letzt ist noch Max von der Sydow als Chief Justice Fargo dabei. Also Darsteller mäßig kann man sich hier nicht beschweren.
Fazit:
Richtig schneller und übertriebener Sci-Fi-Actioner. Viel Action, viel Witz, ein tolles Szenario und dem heldenhaften Score ergeben eine tolle Mischung die einfach Spass macht.