Man merkt dieser Comicverfilmung an, dass SF-Action eher nicht Slys Metier ist. Der wirkt in JUDGE DREDD mehr denn je wie eine zum Leben erweckte, klotzige Spielzeugfigur und ballert und prügelt sich als eine Art Zukunftsrambo durch die vorhersehbare Story. Stilistisch kommt das Ganze daher wie ein Cocktail aus vielen anderen SciFi-Blockbustern: Dredds Abenteuer ist vollgestopft mit möglichst vielen brenzligen Szenarien und absurden futuristischen Technikgadgets; Die übervölkerte Hightech-Metropole mit ihrer gigantischen Skyline und den fliegenden Autos ist schon ein altes Klischee im Genre. Nicht nur wegen des vielen Gefasels über Gesetz und Ehre fehlt dem Treiben die Leichtigkeit eines DEMOLITION MAN, auch Rob Schneider ist als großmäuliger, aber feiger, ständig plappernder Sidekick unkomisch.