Horror. Spätwerk von Lucio Fulci. Leider hält der Film nicht was der Originaltitel, welcher ihn mit Pasolinis Meisterwerk „Die 120 Tage von Sodom“ in Verbindung bringt, verspricht. Anstatt einer morbiden Atmosphäre und surrealen Sequenzen, für die jener Film ja bekannt ist, gibt es Teeniehorror mit vielen Sexszenen. Logik darf man schon gar nicht erwarten. Im Gegensatz zu seinen früheren Werken am, hat Fulci nur sehr unbeteiligt gearbeitet. Es kommt einem so vor als hätte man einfach mal angefangen zu drehen, ohne eine Idee, wie die Umsetzung aussehen sollte. Die Effekte sind billig und auch nicht sehr zahlreich (Die verwesende Leiche ist zwar eklig aber total unnötig und zudem dilettantisch gemacht), der Cast scheint hilflos und die deutsche Synchro mehr schlecht als recht. Nur in wenigen Szenen gelingt es dem ehemaligen Maestro of Gore eine bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen. Dies ist jedoch viel zu wenig um das Publikum zu unterhalten. Das Ende wirkt aufgesetzt und unlogisch. Als kleines Licht auf weiter Flur fungiert der ordentliche Soundtrack. Als Cutter war übrigens Fulcis langjähriger Weggefährte Vicenzo Tomassi mit von der Partie.
Score: 2
Härte: 4