Review

Es ist mal wieder der typische, mit geringen finanziellen Mitteln abgedrehte Teeniehorror.
Bräsige Darsteller, schnöde Kulissen, undurchdachte Story.
Und dennoch konnte ich „Scar“ noch etwas abgewinnen.

Tom und Jenny begeben sich nach Wrightwood zu einer Waldhütte, um hier die Umstände des vor einem Jahr verschwundenen Freundes zu untersuchen. Acht Menschen werden seitdem in dieser Gegend vermisst und es scheint einen Hinweis auf die möglichen Täterinnen (Mutter und Tochter) zu geben, doch dummerweise sind diese bereits vor zehn Jahren gestorben…

Dass Mutter und Tochter etwa gleich alt sind, versteht sich von selbst, denn sonst hätte man als Kerl weniger Gefallen daran. Sie sind allerdings – wie alle anderen Darsteller auch – kaum in der Lage, halbwegs zu überzeugen und auch Alt-Star Dee Wallace-Stone kann keine solide Performance abliefern und wirkt eher müde.
Ashley Nelson (Jenny) verhindert allerdings, dass man den Blick allzu schnell abwendet, da sie permanent in bauchfreien Klamotten herumläuft und dabei eine knusprige Figur abgibt.
Leider wertet das den Streifen nur geringfügig auf, denn spannende Momente lassen sich eher selten finden und Atmosphäre kommt aufgrund austauschbarer 08/15-Kulissen erst gar nicht auf.
Ebenso gering ist der Fund an Splattereffekten, der sich auf ein paar Axthiebe und blutige Striemen unterhalb weiblicher Bauchnabel beschränkt.
Die Story bietet im Grunde keine Innovationen und kommt stellenweise eher wie ein Mystery-Krimi daher, der leider gegen Ende etwas abdriftet (mit ein paar äußerst primitiven CGIs) und einen Plot-Twist hervorbringt, der schon obligatorisch ist.

Dennoch entsteht selten Leerlauf und wenn man nicht mit allzu hohen Ansprüchen an dieses Resultat eines Regieneulings heran geht, kann man halbwegs unterhalten werden.
Zumindest als Partyfilm, zum Zuprosten und Kommentare hereinrufen geeignet.
4 von 10 Punkten

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