Der auch als Alien Escape (un)bekannte Folm von Scott Harris verliert keine Zeit. Minute 1: In der Nähe einer Pension in den Bergen landet ein außerirdisches Raumschiff. Minute 2: Die dort residierende Janet (Monique Parent) geht duschen. Minute 3: Das Alien aus dem Schiff stalkt die nackte Blondine POV-style. Minute 4: Die Kreatur macht Nägel mit Köpfen & erwürgt die hilflose Frau. Nach dem Vorspann geht’s weiter mit den drei Freundinnen Shauna (Yvette McClendon), Becky (Heather Ford) & Cindy (Gail Harris), die in ihrem Cabrio unterwegs zu ebendieser Pension sind, um ein paar Tage lang auszuspannen. Begrüßt werden sie von der nackt sonnenbadenden Laticia (Leslie Kaye), die ihren Body in Öl ersäuft & sich auch sonst überaus merkwürdig verhält. Aber auch der Wanderer Matt (Bernie Van De Yacht), der "zufällig" des Weges kommt, benimmt sich komisch. Was geht da nur vor?
Ich sage euch, was da vorgeht. Ein großer Quatsch geht da vor. Bei Kennern der Materie sollten bereits die ersten Quatsch-Detektoren anschlagen, wenn Boris & Lester, die so tun, als wären sie Bauarbeiter, stattdessen aber lieber faulenzen & philosophieren, ihren ersten Auftritt haben. Boris wird nämlich gespielt von Fred Olen Ray & den Lester gibt Jim Wynorski. Dem Regisseur waren die beiden allerdings nicht lustig genug, weshalb er noch ein Dödel-Duo der Regierung in den Plot integrierte, die auf UFO-Jagd sind & furchtbar nerven. Wer bei deren Blödeleien lacht, der lacht auch bei Martin Lawrence. Lässt man die Deppen außen vor, ist der Streifen ganz okay. Zumindest erfüllt er sämtliche "wichtigen" Kriterien. Hupen hier, Hupen da, Hupen dort? Check. Platzende Blutbeutel? Check. Spektakuläre Explosionen? Check. Vorsichtige Stunts? Check. Ein Mann im Alien-Kostüm? Check. Dummgelalle? Check.
Cindy: "You don’t know Earth girls, mister, whatever you are. We’re not that easy." - Matt: "Well, guess I was misinformed."
Neben den paar Squibs gibt es eine eingeschleimte Leiche, eine abgelutschte Leiche sowie eine verkohlte Leiche zu bestaunen. Mit letzterer war unsere Heldin (ich spoilere mal: es ist die Cindy!) scheinbar gar nicht so eng befreundet, jedenfalls kümmert es sie erstaunlich wenig, dass diese sich plötzlich in ein Brikett verwandelt hat. Aber die Cindy ist halt eine Frohnatur, die lässt sich doch von einem mordlustigen Alien mit Strahlenkanone nicht den Urlaub verderben. Wegen sowas verliert sie echt nicht den Humor. Oder den Appetit auf Beischlaf. Egal wie brenzlig die Lage auch ist, fürs Vögeln muss einfach mal Zeit sein. Der Grundplot orientiert sich übrigens an Critters, falls es wen interessiert. Inszeniert ist der holprige & trashige Streifen eher schlampig, da wünschte ich mir einige Male, der Scott hätte mit dem Fred die Plätze getauscht. Am Ende singt keine dicke Frau, dafür haut die Cindy den besten Oneliner raus: "Die, you damn illegal alien!"
4-5/10