Aborigoonies
Heutzutage ist "The Quest" aka "Frog Dreaming" aka "Der Geisterjäger" aka "The Go-Kids" nahezu in Vergessenheit geraten... Liegt das an den vielen und teils blöden Titeln? An Henry Thomas, der nach "E.T." nie mehr ganz diese Wirkung erzielen konnte? An dem Minimum an Handlung? Daran dass es eine arg australische Variante dieser spielberg'schen Magie ist? Wer weiß. Jedenfalls folgen wir in dem kindlichen Abenteuerfilm einem amerikanischem Jungen im australischen Outback, der das Geheimnis eines gruseligen Sees aufdecken will, den den Sagen nach schon die Ureinwohner gemieden haben...
Forschen oder gefressen werden
"The Quest" erinnert selbstredend an sowas wie "Flight of the Navigator" oder allgemein die amblin'sche Erfolgsformel aus Hollywood. Allerdings verfeinern und verändern ein paar australische Zutaten und Eigenarten die erprobte Gangart und Schublade doch deutlich. Durch drastische Naturaufnahmen, gewaltige Sonnenuntergänge und die beeindruckende Weite des Outbacks bekommt "The Quest" eine ganz besondere Färbung. Zudem werden ja sogar ganz punktuell Aborigine-Themen eingepflegt, Henry Thomas taugt immer noch als kindliche Projektionsfläche und ein paar Szenen haben durchaus naiven Gruselfaktor. Hier und da fehlen deutlich Zug und Dringlichkeit. Ein bisschen dümpelt das Geschehen vor sich her als ob mittägliche Siesta angesagt wäre in den drastischen australischen Temperaturen. Es bleiben sicher ach für Kinder eher einzelne Schlüsselmomente hängen als das lose Gesamtkonstrukt. Doch für ein eindringliches Abenteuererlebnis für die kleinen, angehenden Filmfans und einen echten Geheimtipp in diesem Fach reicht das allemal.
Fazit: Süßes Abenteuer zwischen australischer Wildnis und amerikanischer Formel... Sehenswert auf Grund einzelner Gewürze, atmosphärischer Muster und wunderbar CGI-freier Naturaufnahmen, die ihn vom Heute positiv abheben. Richtig Sinn macht das aber nicht, richtig viel passiert strenggenommen nicht.