Review

Ich hab lange genug gegen diese armseligen Filmversuche derer gewettert, die, kaum dass sie eine Kamera in die Hand bekamen, sofort einen irre witzigen Film mit drei Sack Schweineinnereien oder Knetfiguren runterkurbeln mussten, um mit „Attack of the Giant Moussaka“ keine Gnade zu kennen.

Nichts gegen Kult oder Trash, aber so schlecht „Angriff der Killertomaten“ auch getrickst war, schlecht und witzlos war daran fast nur das Drehbuch. Und so verhält es sich auch mit der mutierten griechischen Volksleibspeise, dem Auberginen-Kartoffel-Mettauflauf, der hier von Außerirdischen vergrößert wird, weil ihre Navigatorin sich versehentlich in ihn abgestrahlt hat und nun in Greek-Pie-Form amok läuft.

Ich würde nie den Griechen einen besonders bekannten Sinn für Humor unterstellen und was hier ein Grüppchen Filmverrückter zusammengekurbelt hat, spottet wirklich jeder Beschreibung. Es ist vor allem dreierlei: fade, öde und langweilig.
Da haben wir einen Clark-Kent-Lookalike als Astronom der Sternwarte Athen, eine Transe als dralles Divine-Muttchen in grellen Klamotten, einen Minister und seine koksende Frau und eine mediengeile Reporterin. Was die miteinander zu tun haben, interessiert den Zuschauer echt nicht im geringsten, dafür gibt es aber reichlich zwischengeschnittene Szenen mit flüchtenden Griechen, die es nicht schaffen, vor dem (schlicht und einfach optisch vergrößerten) echten Stück Moussaka, dass man ruckhaft per Videobearbeitung durchs Bild geschoben hat, wegzulaufen.
Manchmal spritzt das Ding heißes Fett aus und noch öfters überrollt es Leute und das macht es den ganzen Film, bis es wieder verkleinert wird.

Ansonsten gibt es noch fünf Model-Schicksen in Silberflitter, die die Aliens in einem Viva-Studio-Set geben und reichlich griechische TV-Moderatoren, die mit den reichlichen Zwischenberichten (die ungefähr ein Viertel der Lauflänge ausmachen) für die einzigen Schmunzler in diesem Desaster sorgen.

Der Dialog ist witzlos, die Tricks schlecht, das Drehbuch schwafelnd und die Darsteller unbeschreiblich furchtbar, selbst für Tromafans. Am leckersten ist und bleibt dabei das Moussaka.

Das ist wohl das erste Mal, dass man einen probablen 10-Minüter auf 100 Minuten aufgeblasen hat, indem man ein und dasselbe immer und immer wieder wiederholt.
Anbiederungen bei Trash und bei John Waters sind samt und sonders ein böses Sakrileg.

Ergo: hier wird wirklich Lebenszeit verschwendet und die zwei verabeiteten Songs sind tatsächlich noch schlimmer.
Der Film ist selten?
Kein Wunder, denn jeder, der ihn hat, wird ihn nach Ansicht vermutlich sofort weggeschmissen haben. Wenn schon Griechenland, dann lieber per Man-Eater. (1/10)

Details
Ähnliche Filme