Review

Subwayspuksensation

In der Londoner U-Bahn findet man bei Ausschachtungen seltsame Skelette und eine unbekanntes Flugobjekt mitsamt einem gruseligen Insassen bzw. einer mysteriösen, psychokinetischen Kraft. Vielleicht das ursprüngliche Böse und Ende der Welt - was Professor Quatermass unbedingt verhindern will…

We're Going Deeper Underground… 

Ungewohnt einen „Quatermass“-Film in Farbe zu sehen, erst recht derart strahlend und knallig. Aber zu den Hammer Studios passt's und da die „Quatermass“-Abenteuer eh alleine stehen und weitestgehend vollkommen unabhängig voneinander funktionieren, kann „Quartermass & the Pit“ auch als halber Popartpickup vollstens überzeugen. Die Londoner Subway, matschig, nasskalt und teuflisch, bleibt einem im Gedächtnis. Als ob „The Thing“ auf „Creep“ und „Ghostbusters“ trifft. Und trotz aller Schlockigkeit und Comichaftigkeit durchzieht durchaus alles eine britische Distinguiertheit und Klasse. Intelligenz eh. Viel Kopfkino, viel Farbe, viele grau melierte Herrenfrisuren. Wahrscheinlich ist das sogar mein liebster „Quatermass“-Film, aber die sind alle gut bis sehr gut und liegen qualitativ nah beisammen. Da ist’s fast tagesformabhängig, welchen ich auf der Eins sehe. Jedenfalls fasziniert mich „Quatermass & The Pit“ immer wieder auf's Neue und meist sogar ein Stückchen mehr als zuvor. Prof. Quatermass ist ein starker Charakter, ein ungewöhnlicher Held und ein Mann, der im Gedächtnis bleibt. Und das hier ist vielleicht seine mutigste und krasseste Stunde, mehr oder weniger gegen den Teufel vom Mars höchstpersönlich… 

Fazit: auch in Farbe ist „Quatermass“ eine britische Institution der Hammer Studios - ein unkaputtbares U-Bahn-Unikum! 

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