Inhaltsangabe

von ----

Der halbstündige Aufklärungsfilm über Geschlechtskrankheiten, ...

... angelegt als Dokumentation mit Spielhandlung, richtete sich in erster Linie an Angehörige der Wehrmacht. Gezeigt wird zunächst eine junge Frau, die sich nach einem feuchtfröhlichen Tanzabend auf ein Abenteuer mit einem Fremden einlässt und sich dabei eine Geschlechtskrankheit zuzieht. Ohne es zu ahnen, steckt sie nun ihren Verlobten an, einen Soldaten, der vor lauter Scham zunächst davor zurückschreckt, den Armeearzt aufzusuchen.

Bereits der Titel impliziert, dass unter der Regie von Alfred Stöger, dem Reichsminister Dr. Goebbels höchstselbst über die Schulter schaute, ein Film entstand, der sich ausschließlich an den Mann richtete. Das Drehbuch zum Film, den das Oberkommando des Heeres zunächst als internen Lehrfilm bei der Mars-Film GmbH in Auftrag gegeben hatte und der dann später von der UFA in die Lichtspielhäuser gebracht wurde, schrieb mit Friedrich Luft Berlins wohl bekanntester Theaterkritiker der Nachkriegszeit. Luft, der zum damaligen Zeitpunkt selber als Soldat im Felde stand, bekam für seine Arbeit extra Heimaturlaub - ein Beleg für die Dringlichkeit des Projekts, das aus steigender Sorge um die Kampfkraft der Truppe ins Leben gerufen worden war. Als die Zahlen der Syphilis- und Gonorrhöefälle nach der Besetzung Frankreichs in die Höhe schnellten, befürchtete die Heeresleitung Zustände wie im I. Weltkrieg, in dem Infektionskrankheiten für zwei Millionen Ausfälle innerhalb der Truppe gesorgt hatten. Mit Androhung von Strafen von bis zu drei Jahren Haft für den Verkehr mit einer als geschlechtskrank bekannten Frau, der Ausgabe von Gratis-Kondomen und regelmäßigen Belehrungen durch Vorgesetzte, versuchte man der Problematik Herr zu werden - mit mäßigem Erfolg.

Mit dem vorliegenden Film beschritt man insofern einen neuen Weg, als dass hier weniger auf vordergründige Belehrungen gesetzt, dafür umso mehr an Verstand und Verantwortungsbewußtsein der Männer appelliert wurde. Eine der Vorgaben lautete, dass das Endprodukt auf den Betrachter nicht prüde wirken oder sich gar in medizinischen Darstellungen verlieren sollte. Friedrich Luft selbst merkte dazu an: "Er (der Film) sollte nicht den Intellekt treffen, sondern mit jedem einzelnen Beschauer des Films persönlich sprechen: vertraut, männlich, verantwortungsvoll und verbindlich. [...] Das Thema dieses Films ist der Mensch. Wir haben, was wir zu sagen hatten in eine Spielhandlung gebettet und uns bemüht, an keiner Stelle den Zeigefinder des Lehrenden oder des Sittenrichters sichtbar werden zu lassen." (>Der deutsche Film

Details
Ähnliche Filme