Review

Spoiler....

Diese Degeto-Produktion gehört einmal mehr zu den "Filmen, die die Welt nicht braucht". Anfangs erfrischend und fröhlich, getragen von einer gar nicht mal schlecht spielenden Katharina Wackernagel als Katrin, flacht mit der Schnelligkeit eines heraufziehendes Unwetters dieser Film zu einem seichten Aufguß jedes bisher da gewesenen Klischees ab.
Von den Männern verlassen und nach Strich und Faden ausgenutzt, übersieht Gila von Weitershausen als Ruth den einzig ehrlichen Mann auf dieser Welt und vermag es mit ihren altklugen Ratschlägen nicht, ihre Nichte Katrin frühzeitig vor den vier sie umwerbenden üblen Casanovas zu warnen (Gott, wie peinlich, wie konnte dies hübsche junge Ding sich von diesen häßlichen, alternden Typen anbaggern lassen und das auch noch toll finden???). Glücklicherweise wird der Irrtum noch rechtzeitig bemerkt und das tapfere Mädel bekommt nicht nur einen Prinzen zum Mitnehmen, sondern kann durch das sicher nicht ganz legale Kassieren eines "Finderlohns" den Herzensbrechern nicht nur in letzter Sekunde noch eins auswischen, sondern sich auch noch ein stattliches Sümmchen unter den Nagel reißen.
Ermüdend langatmig, erschlägt diese Gruselgeschichte den ohnehin schon fast schlafenden Zuschauer gegen Ende noch mit einer vermeintlichen Krimieinlage, die einfach nicht ernst zu nehmen ist. Allgemein scheint der Regisseur versucht zu haben, möglichst viele Genres und Geschmäcker in diesem Streifen zu bedienen. Daß so etwas nie gut gehen kann, wurde hier einmal mehr eindeutig bewiesen, taugt das Stück doch weder als Drama, Komödie, Krimi, Liebesgeschichte oder was sonst noch geplant war. Lieblos zusammengestückelt aus Elementen aller genannten Genres baute sich weder Sympathie für den Stoff an sich, noch mit den Protagonisten auf. Außer der breit grinsenden Katharina Wackernagel, die selbst ich als Frau ganz niedlich fand, gab es nicht einen Lichtblick in diesem Film. Nicht einmal die Landschaftsaufnahmen konnten begeistern!
Schade, denn ein gewisses Potential konnte ich durchaus erkennen. Wäre der Regisseur bei einer Sache geblieben, hätte auch etwas aus dem Film werden können.
So blieb leider nichts halbes und nichts ganzes - und schon erst recht keine fünf Sterne. Gerade noch 3/10

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