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Irgendwie gehts nach dem ohnehin nur mittelmässigem ( aber immerhin erträglichem ) ersten Teil der Serie im Sturzflug nach unten. Teil 4 bildet da keine Ausnahme. Schon beim billigen Vorspann sollten die Alarmglocken schrillen. Hier sieht man die ewig gleichen ambitionslos gefilmten Settings für den ersten Shootout, dazwischen immer wieder Gegenschnitte auf eine mehr als ausgelutschte Geiselstory und obskure Generäle. Irgendwann trifft die Delta Force dann ein und das Nonstop Geballer kann loslegen. Man muß Roper zugute halten daß er wenigstens hier noch versuchte einigermaßen eine Choreographie oder einen logischen Ablauf in der Action einzubauen. Leider ist die Action dank den unvorteilhaften auf cool getrimmten Kameraperspektiven wirr und deshalb unspektakulär. Ein paar Einschüsschen, ein paar Explosiönchen, da reißt einfach nix vom Hocker. Danach kann man erst mal getrost die Vorspultaste zu Hilfe nehmen um die lästigen Dialoge zu überstehen. Zu allem Überdruß muß man später auch noch feststellen daß diese Eingangssequenz noch das beste und ausgereifteste am Film ist. Ganz schlimm ist nämlich die zweite, nie enden wollende Actionsequenz, die mit einem Shootout beginnt, dann in eine total lächerliche Ski-Jagd übergeht. Hier kann man sich getrost schlapplachen : sowohl die Bösen als auch die Guten tragen dermaßen knallbunte Anzüge in der weißen Umgebung daß man eigentlich schon extrem blöd sein muß um sie nicht zu erwischen. Warum trägt der Schneemobilfahrer einen Raketenwerfer bei sich, setzt ihn aber nicht ein ? Warum knallt ein anderer Fahrer aus absolut keinem ersichtlichen Grund mit seinem Mobil gegen einen Schneehaufen und lässt sich hochjagen ? Warum überhaupt die Ski-Jagd ? Nach ein paar Minuten und Filmgegnern weniger kapern die ach so tollen Delta Jungs nämlich einen Benz und trennen sich, die andern flüchten zu Fuß in die nicht mal 1 Minute entfernte Stadt *g*. Hier kriegt man nun eine der blödesten Actionszenen aller Zeiten zu sehn ( Ja, da werden Erinnerungen an andere osteuropäische Produktionen wie Armstrong wach ) : Der Versuch eine mit besoffenen Soldaten (*?*) vollbesetzte Straßenbahn zu ... "sprengen". Zuerst mal mit dem altertümlichen Wagen anpreschen, ne Ewigkeit danebenhetzen, dann haben wir irgendwann die glorreiche Idee Sprengstoff auf die Straße zu werfen. Was folgt ist erstmal eine Explosion die DEFINITIV nicht auf dieser Straße stattfindet, anschließend hektische Gegenschnitte in das innere der Bahn, und jetzt der Knüller : die Bahn scheint aus meheren Metern, seitwärts gedreht, einfach fallengelassen worden zu sein und plumpst wie ein Stein auf die Erde. In meheren Einstellungen sieht man wie sie sich definitiv nicht bewegt, auf einmal setzt sie sich aber von alleine in Gang und zerschrottet trotz ihrer niedrigen Gschwindigkeit Dutzende von Autos die man gleich besser aud dem Schrottplatz gelassen hätte. Danke. Ich habe genug gesehen. Ein Wort noch zum Showdown : Pathos und Mülldialoge der allerschlimmsten Sorte und das übliche Entschärfungs-Blabla. Achja, es geht um eine Atombombe. Aber das interessiert eh keine Sau, denn der Film ist durch die miese Action und das 7-Seiten Drehbuch nach 10 Minuten eh verhunzt.

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