In einem Mädchenpensionat geschehen furchtbare Dinge: Eine junge Schülerin wird durch ein geruchloses Giftgas ermordet. Gleichzeitig treibt ein unheimlich wirkender Mönch in roter Kutte mit einer Peitsche sein tödliches Unwesen. Inspektor Higgins und Sir John stoßen bei ihren Ermittlungen im Internat auf zwei verdächtige Personen: Den vorbestraften Chemielehrer Keyston und den zwielichtigen Mark Denver, in dessen Gartenhaus die Mädchen gelegentlich wilde Parties feiern. Während Sir John den Fall auf psychologische Weise zu klären versucht, erkenn Higgins ein mögliches Tatmotiv: Die Schülerin Ann Portland wird bald volljährig und erbt ein riesiges Vermögen.
Für diese im Grunde simple Erbschleicherei wird hier ein ganz schöner Aufwand betrieben. Nicht nur das man, um die eigentliche Tat zu verschleiern, erstmal das halbe Mädchenpensionat nebst Lehrkörper umbringt, nein auch ein Mönch mit roter Kutte (dem Aussehen nach aus dem Ku Klux Klan Fanshop gekauft) und Mörderpeitsche und dazu noch der Drahtzieher mit einer maskierten Schaufensterpuppe treiben hier ihr Unwesen.
Demgegenüber stehen der kaugummikauende Inspector Higgins, diesmal verkörpert von Joachim Fuchsberger und da Eddi Arent wohl gerade keine Zeit hatte, darf hier Sir John die komödiantische Rolle übernehmen. Es darf also wieder fröhlich mitgeraten werden, wer denn nun hinter den Masken und der Mordserie steckt, auch wenn der Film hierzu keinerlei Hinweise mitgibt.
Der Peitschenmönch ist dabei sicherlich nicht der beste Beitrag der 60er Edgar Wallace Verfilmungen, bietet aber die gewohnt solide Krimiunterhaltung und wer immer auch mal Gritt Boettcher im ultraknappen Bikini und Uschi Glas im Badeanzug sehen wollte, ist hier auch richtig aufgehoben. Dazu gesellt sich ein knapp zweistelliger Bodycount und interessanterweise wird der Oberschurke von einer eher beiläufigen Nebenfigur erschossen und nicht etwa vom Yard oder der Heldin.
6/10