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Der Privatdetektiv Johnny Grey wird von einem Abgeordneten beauftragt, dessen Tochter zu beschützen. Ein bekannter Verbrecher, bedroht die beiden. Er fordert die Unterstützung bei einem Raubüberfall. Als es zu Toten kommt ist auch Scotland Yard gefordert.

Zimmer 13 ist eine, aus meiner Sicht etwas andere, Wallace-Verfilmung. Harald Reinl verzichtet eher auf bekannte Gruselelemente und setzt eher auf Suspense. Ein Endergebnis, das sehr ernst daherkommt und richtig gut umgesetzt wurde. Wenn da nur nicht dieser völlig überflüssige Part von Eddi Arent als Dr. Higgins gewesen wäre. Arent passt mit seiner unangebrachten Slapstick, in keiner Weise, in das Bild dieses Films. Es ist dermaßen überflüssig, dass man sehr verärgert ist, wenn Arend ins Bild kommt, um einen seiner Antischerze in das ansonsten hervorragende Gesamtbild zu werfen.

Reinl muss man hoch anrechnen, dass innerhalb des Films keine Lücken bleiben, die vereinzelnd aus Wallace-Verfilmungen gewohnte Unlogik bleibt außen vor. Es gibt Situationen, die fraglich erscheinen, aber zum Ende erklärt werden. Demnach lobende Worte an das Drehbuch von Quentin Philips. Es passt einfach alles zusammen, außer der erwähnte Eddi Arent stört.

Karin Dor überzeugt als undurchsichtige Denise Marney und dem Rätsel um den Tod ihrer Mutter. Es ist ein kleiner Hauch von Rebecca, der dem Film von Reinl eingehaucht wurde. Ein kleiner Hauch der die Suspense innerhalb des Films würzt und zum Ende Wahrheiten an den Tag treten lässt, die gar Giallo-ähnliche Züge annehmen.

Joachim Fuchsberger hält sich in der Rolle des Privatdetektivs John Gray eher dezent zurück, als sich in den Vordergrund zu spielen. Der Film hat eh zwei Bezugspunkte, in der Form zwei parallel laufender Geschichten, zu bieten. In einem solchen Fall, bedarf es keiner Selbstdarstellung oder einer unnötigen Vohrer Mentalität, wie in z.B. Der Hexer. Zimmer 13 geht ganz andere Wege, die sich als düster und steinig erweisen und den Zuschauer wirklich begeistern können.

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