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Lord Chelford sucht bereits seit Jahren nach einem Schatz, der auf seinem Landgut verborgen sein soll. Da wird plötzlich eine Person von einem maskierten Mönch ermordet. Inspektor Puddler und sein Assistent Horatio Smith ermitteln.


Richard Horatio Edgar Wallace gehört sicher zu den bekanntesten und erfolgreichsten Kriminalschriftstellern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk umfasst insgesamt 175 Bücher, von denen viele vor allem in Deutschland verfilmt wurden. Er war zudem Regisseur zweier Filme und arbeitete an Erstfassung des Drehbuchs zu King Kong und die weiße Frau mit.
Edgar Wallace starb am 10. Februar 1932.


Der schwarze Abt gehört zu den vielen deutschen Krimis, die nach einem Roman von Edgar Wallace entstanden sind. Atmosphärisch ist dies sicher einer besseren Wallace-Filme, denn hier werden wunderbare Nebelschleier, Ruinen und ein altes Schloss in schönen schwarz-weiß Bildern eingefangen.

Leider aber ist die Story um den Schatz der Chelfords, der von arg vielen Personen gesucht wird, und dem Abt, der sie ins Jenseits befördert, arg verzwickt. Hier mordet nämlich nicht nur einer und am Ende muss der Zusehende erstmal selbst für sich rekapitulieren, wer hier nun wen umgebracht hat und warum. Das wäre sicher etwas übersichtlicher gegangen, allerdings hält sich Der schwarze Abt wohl sehr eng an die literarische Vorlage.

Die Stimmung ist dicht, das Handwerk sauber und der Cast ist schlicht klasse. Blacky Fuchsberger ist souverän wie erwartet, ebenso Charles Regnier und der mir leider arg unsympathische, aber auch einfach gut spielende Dieter Borsche. Vor allem aber sind Klaus Kinski und Eddie Arendt natürlich eine Klasse für sich. Kinski tut Kinski-Dinge, wie immer gut und Arendt sorgt für eine geballte Ladung Humor. Den Mann muss man einfach lieben, so herzig ist er. Und natürlich ist er speziell bei den älteren Wallace Filmen quasi Inventar.


Bietet alles, was ein guter Wallace Krimi braucht. Leichen, Atmosphäre, skurrile Figuren, coole Helden, Kinski und Eddie Arendt. Wäre die Story etwas weniger verzwickt, wäre das einer der besten Wallace Filme geworden. So ist er aber immer noch gut.

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