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Nachdem seine Frau von einem Unbekannten ermordet wird, wendet sich der ehemalige Kirchenfunktionär Travis von seinem Glauben ab. Völlig verbittert lebt er außerhalb der Stadt, hat jedoch noch Kontakt mit dem ortsansässigen Priester Kyle Sherman. Auch dessen Glaube wird auf eine harte Probe gestellt, als eines Tages ein junger Mann namens Brandon Nicholas in dem kleinen Städtchen auftaucht und wahre Wunder vollbringt. Gelähmte Menschen können aufgrund seiner Berührungen wieder laufen, und Gehirntumore scheinen sich einfach im Nichts aufzulösen. Auch Travis kommt in den Genuss dieser merkwürdigen Heilungen, als plötzlich sein toter Hund wieder quicklebendig vor der Tür steht. Innerhalb kurzer Zeit sind fast alle Einwohner dem neuen Messias verfallen. Als die neue Tierärztin Morgan versucht mit Hilfe von Travis ihren Sohn aus dem Klauen des Wunderheilers zu befreien, entdecken sie die Wahrheit, die hinter den geheimnisvollen Taten von Brandon steckt. Und die ist alles andere als erfreulich.

Zum Zeitpunkt dieser Rezension hat der Film bei ofdb einen Schnitt von 4,61. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Der Low Budget Film weiß über weite Strecken zu fesseln und ist fast durchgängig spannend. Bei der Auflösung und den damit verbundenen Effekten sieht man zwar das hier nicht unbedingt viel Geld zur Verfügung stand, aber darüber kann man ohne weiteres hinwegsehen. Ansonsten gelingt es „The Visitation" durchaus, den Zuschauer mit einigen gelungenen Schockmomenten konstant bei der Stange zu halten. Besonders wenn die 3 Fremden auftauchen, ist das immer sehr wirkungsvoll inszeniert.

Dazu gesellt sich eine recht ansehnliche Besetzung. Neben dem überzeugenden Martin Donovan agieren Randy Travis (blass geworden), Kelly Lynch (alt geworden) und Edward Furlong (fett geworden) durchaus überzeugend, wobei man bei letzterem kleine Abstriche machen muss, da man ihn einfach aus zu vielen anderen Rollen kennt, in denen er den Symphatieträger mimte. So hat man leichte Probleme ihm den bösen Priester zu 100 % abzunehmen.

Alles in allem hat mir VISITATION aber gut gefallen, sicherlich kein absoluter Überflieger, aber durch diverse Storytwists durchweg interessant, hat sich der Film auf jeden Fall eine 7 als Bewertung verdient.

Übrigens die Homepage zu diesem Film ist für eine so kleine Produktion sehr liebevoll und aufwendig gestaltet und lohnt einen Besuch.

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