Wir schreiben das Jahr 1996. Der Psychopath Simon Phoenix hat das Los Angeles, wie wir es kennen, in eine brennende Stadt voller Gewalt verwandelt.
Zusammen mit einigen anderen Kriminellen verschanzt er sich in einem Gebäude. Er hat die 80 Insassen eines Schulbusses als Geiseln genommen.
Der knallharte Polizist der L.A.P.D. John Spartan, der noch eine Rechnung mit Phoenix offen hat, will diesen auf eigene Faust ausschalten, und dringt in den Gebäudekomplex ein.
Im Kampf gelingt es Spartan seinen Widersacher zu stellen und festzunehmen, die Geiseln jedoch sind längst tot.
Wegen Spartans eigensinnigen Handeln, wird dieser wie Phoenix auf Eis gelegt, um nie wieder Schaden anrichten zu können.
Im Jahre 2032 existiert ein LA ohne jegliche Gewalt. Die Polizei ist im Kampf nicht ausgebildet, da es in der Zeit unnötig ist.
Alle sozial schwachen Bürger leben in der Kanalisation. Alle Verbrecher befinden sich im Hochsicherheitsgefängnis, wo sie wie Spartan und Phoenix auf Eis liegen.
Bei einer Befragung Phoenix, gelingt es diesem aus der Anstallt auszubrechen.
Nachdem die erneute Festnahme unter hohem Verlust der Polizisten fehlschlägt, sieht man in der Einbeziehung Spartans die letzte Möglichkeit Phoenix zu stoppen. Spartan ist der einzige, der es versteht zu kämpfen, verbale Kommunikationen zu führen und er ist der einzige, der mit einer Waffe umgehen kann.
Zusammen mit der abenteuerlustigen Polizistin Lenina Huxley macht er sich auf, den Killer zu jagen und das zu beenden, was er 36 Jahre zuvor begonnen hatte.
Mal was anderes, was Sly da auf die Bühne legt. Der ansonsten nur in Rollen wie Rambo oder Rocky und anderen diversen Filmen, bekannte Schauspieler hat mit Demolition Man seinen ersten futuristischen Film gedreht.
Der Film wirkt zuerst, wie ein typischer Endzeit-Film nach einem Atomarenkrieg, wechselt dann aber nach der Actionreichen Einführung in eine Zeit, die einen starken Kontrast darstellt.
Die Idee, dass kein Bewohner der Zukunft kämpfen kann, geschweige denn eine Waffe handhaben, ist ziemlich nett und verschärft so noch die vorhandene Action, wenn es zu den Schlachten zwischen befreiten Schwerverbrechern und John Spartan kommt.
Die Kampfszenen sind einfach genial. An Blut wurde auch nicht gespart, und die Szenen sind stellenweise richtig brutal. Dennoch wäre es weitaus besser gewesen, wenn man aus Demolition Man einen FSK 18 Film gemacht hätte, sprich noch härtere Kampfeinlagen. Trotzdem bin ich positiv überrascht, was man bei einem FSK 16 Film noch alles rausgeholt hat.
Aber die Action wird auch erst durch das vorhandene Staraufgebot möglich gemacht.
Wesley Snipes alias Simon Phoenix ist zu jeder Gewalttat bereit und liefert gleich den passenden Spruch alla Blade dazu. Aber auch Sly und dessen Partnerin Sandra Bullock stehen Snipes in Sachen coole Sprüche in nichts nach.
Durch die endlos vielen Sprüche und die darauf folgenden Szenen, ist der Film ziemlich humorvoll ohne auch nur eineinziges mal kindisch zu wirken.
Sly liefert eine super Performance, und auch sein Gegenüber, Snipes, versetzt sich gut in die Rolle des Bad "very bad" Guy hinein.
Wenn sich der Psychoblick von Snipes und das Gesicht, alla ich bin wütend, ich mach dich alle, von Stallone treffen ist knallharte Action garantiert.
Einiger Wehrmutstropfen ist die bekloppte viel zu lange "Sexszene". Diese verdeutlicht zwar, wie stark die Zivilisation der Zukunft sich an Gesetze hält, hätte aber trotzdem nicht sein müssen. Diese alibimäßige Szene hätte der Regisseur besser ganz weggelassen.
Zwar nicht einer der spannensden von Stallone, aber sicherlich der mit der meisten Action und den coolsten Sprüchen.
Am besten ist der Showdown. Bleibt nur noch zu sagen: Ist es kalt hier drin oder bin ich das?