Mit "Demolition Man" hat Regisseur Marco Brambilla seinen einzigen bekannten Film hervorgebracht, was bei der Qualität des Films verwunderlich ist; allerdings kann man den Grund für die gute Qualität auch beim Produzenten Joel Silver (u.a. Produzent bei Matrix, Predator, Die Hard) suchen.
Der Film beginnt mit einer kurzen Einleitung, in der Simon Phoenix (Wesley Snipes) von John Spartan (Sylvester Stallone) festgenommen wird. Allerdings hat Spartan für diese Festnahme ein Gebäude in die Luft gejagt, in dem sich angeblich noch 30 Geiseln befunden haben sollen.
Sowohl Phoenix als auch Spartan werden daher als Strafe für viele Jahre eingefroren.
Nach dieser kurzen Einleitung in der Gegenwart (1996) spielt der Film im Jahre 2032.
Dank einer sehr strikten Politik gibt es nichts böses oder schädliches mehr und jeder Bürger hat einen implantierten Chip in der Hand, mit dem er jederzeit aufzuspüren ist.
Schon lange ist niemand mehr ermordet worden, dementsprechend ist die Polizei auch nicht darauf eingestellt, als Simon Phoenix (Wesley Snipes) plötzlich auftaucht, prompt jemanden umbringt und der Polizei große Schwierigkeiten bereitet. Deshalb beschließt man, John Spartan aufzutauen, damit dieser Phoenix stoppen kann.
Es ist insgesamt schwierig, sich mit diesem ironisch-überzeichneten Szenario anzufreunden, denn es wirkt doch sehr, sehr realitätsfern und übertrieben; das stört zwar einerseits ein bischen, allerdings wäre der Film ohne diese Story nur ein normaler Gut-gegen-Böse-Actionfilm ohne eigene Identität geworden.
Der Film bietet gute Actionszenen und ein halbwegs spannendes Duell zwischen Wesley Snipes und Sylvester Stallone, obwohl man sich natürlich denken kann, wie es ausgehen wird; im Mittelteil gibts außerdem kleinere Längen, die aber verzeihbar sind.
Eine echte Besonderheit des Films ist der Humor, von dem für einen Actionfilm ungewöhnlich viel vorhanden ist.
Neben coolen Sprüchen gibts immer wieder kleine Gags und witzige Anspielungen auf die Vergangenheit; das Verhalten der Einwohner in der Zukunft ist ebenfalls ziemlich komisch.
Die schauspielerischen Leistungen halten sich in Grenzen, Wesley Snipes und Sylvester Stallone spielen ihre Rollen als Fiesling bzw. eiskalter Bulle ganz gut, während Sandra Bullock als Polizistin doch etwas zu naiv und mädchenhaft wirkt.
Alles in allem ist "Demolition Man" ein witziger und actionreicher Film in einem etwas absurden Szenario, der immer gut zu unterhalten weiß und durchaus empfehlenswert ist.
Meine Wertung: 7,5/10 Punkte.