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Nachdem die Spielfiguren und Zeichentrickserien der Abenteuer von He-Man und seinen Kameraden bereits die gesamten Achtziger über die Kiddies in ihren Bann gezogen hatten, machte man sich im ausgehen Jahrzehnt daran, den sinkenden Stern der MAsters od the universe noch einmal zu pushen. Zu diesem Zwecke wurden ein Film und dazugehörige neue Figuren von Mattel in Auftrag gegeben.

Man bemühte sich auch möglichst viel Geld für das Projekt lockerzumachen, aber das gelang dann, wie so oft, nur eingeschränkt. Zwar langte der schnöde Mammon noch, um He-Man mehr als passend mit Dolph Lundgren zu besetzen, gespahrt werden mußte dafür offenbar am Rest. "Aber wurscht", dachten sich die Macher, "Die tumben Kiddies merken das schon nicht." und mochten in Hinsicht auf das sehr junge Zielpublikum villeicht damals sogar Recht behalten haben. - Heute, als mündiger Filmfan fällt einem natürlich die Durchsichtigkeit der Konzeption sofort auf. Alles an dem Streifen schreit: "Wir haben kein Geld!" Denn was macht man als Drehbuchschreiber, wenn man nur ein paar lausige Mark für die anschließende Umsetzung in Ausicht hat. - Klar: Man verlegt die Handlung in die Gegenwart, das spart lästige, teure Set-Aufbauten, Kostüme etc. Und so findet auch nur ein kurzer Prolog des Films auf Eternia (gedreht offenbar in amerikanischer Steppe) statt, um dann sofort die Masters budgetentgegenkommend durch ein technisches Relikt, dass sie auf der Flucht vor Skeletor finden, in's zwanzigste Jahrhundert versetzen zu lassen. Fortan läuft das Ganze denkbar auf B-Movie-Niveau. Natürlich haben die schwertschwingenden Sternenkrieger leichte Orientierungsschwierigkeiten in unserer Welt. Zudem kommt ihnen der "kosmische Schlüssel", ihre Rückfahrkarte nach Eternia, abhanden. Und auch Skeletor, der, statt sich über das Verschwinden der verhaßten Wiedersacher zu freuen, ihnen eilig hinterherreist, macht wieder Ärger. Doch auch hier kommt wieder gandenlos der Rotstift durch und somit schaffte nicht einer der bekannten Vasallen Skeletors (sehen wir mal von Evil Lynn ab) den Sprung in den Realfim. (Zu aufwändig in den Special-Effects?) Dafür stampfte man kurzerhand eine kleine Gruppe neuer einfallsloser Monster aus dem Boden, die dem bösartigen 'Schädelgesicht' (der hier aufgrund billiger Maske aussieht als leide er unter fortgeschrittener Lepra) zur Hand gehen.


Fazit:

Weia, weia! Man sollte einen derartigen Film nicht ohne entsprechende Geldmittel und ein gutes Storyboard in Angriff nehmen. Der zugrundeliegende Stoff hätte weit mehr Potentiall gehabt. - Dieses hingeschusterte Projekt hingegen amüsiert zwar stellenweise unfreiwillig, wird dem großen Titel aber keineswegs gerecht. So hampeln sich die Masters mit plumpen Effekten, cheesigen Fights & Kostümen und einem beschähmend dümmlichen Plot durch die Achtziger und selbst der Fan wird sicher eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen können.

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