Mittels eines kosmischen Schlüssels ist es Skeletor, dem Herrscher des Bösen, gelungen, Castle Greyskull auf dem Planeten Eternia einzunehmen und die Zauberin gefangen zu nehmen. Das Schicksal des Universums liegt nun in seinen Händen. Doch noch besteht Hoffnung, denn He-Man und seine Freunden haben den Schlüsselschmied, den Zwerg Gwildor, gefunden. Er hat noch einen kosmischen Schlüssel, den sie jedoch bei ihrer Flucht auf der Erde verlieren. Sie müssen den Schlüssel finden, um die Zauberin und somit das Universum zu retten, doch Skeletor hat die Position des Schlüssels geortet und entsendet seine Soldaten. Gelingt es He-Man den Schlüssel zu finden und das Universum zu retten oder ist Skeletors Macht schon zu groß?
Zum Glück ging die He-Man Zeit in meiner Jugend an mir vorbei, denn ich kann da jeden Fan verstehen, der diesen Film in Skeletors finsterste Verliese wünscht. Die Cannon Group, die ja sonst für eher mittelmäßig budgetierte B-Ware zuständig ist, verlegte nämlich die Handlung mal eben in die USA der 80er, wo man ja schließlich keine futristischen Sets bezahlen muß, und bezieht Eternia lediglich zu Beginn und zum Showdown für eine kurze Stippvisite mit ein.
Das sind dann aber auch schon die besten Stellen des Films, der Kampf der Rebellen zu Beginn und der unausweichliche Zweikampf zwischen He-Man und Skeletor im Finale, bei den Handlungen auf der Erde darf dann aber nicht nur der geneigte Masters of the Universe Fan mit den Zähnen knirschen, sondern auch unbedarfte Zuschauer. Was sich hier abspielt ist Fantasy Kino auf Kinder Niveau, so wie sich die 12jährigen wohl einen Abenteurefilm vorstellen. Die Witze sind ähnlich humorvoll, ach wie lustig eine Kuh als First Contact und was dieser Gwildor Zwerg an Faxen abzieht ist in etwa das was ALF früher auch gemacht hat.
Hin und wieder kommt es zwar auch zu actionreichen Stellen, wenn Skeletors Schergen versuchen den kosmischen Dingensschlüssel zu kapern, aber weitgehend ist der Mittelteil großer Leerlauf. Einziger Lichblick ist ein übermotivierter Cop im Kojak Look, dessen Humor ich noch einigermaßen Teilen kann. Auffällig ist aber ebenso das die Macher hier aber ganz dicke bei Star Wars abgeschaut haben, es gibt eine Rebellion, die bekannten roten Laserschüsse und Skeletor hat überdeutlich seine Klamotten beim Imperator Fanshop gekauft. Selbst der Schlußkampf ist eine Beinahekopie des Luke/Imperator Fights inklusive Abgang des Bösewichts in einen tiefen Schacht.
Auch die Tricks wirken etwas antiquiert und waren wohl selbst aus damaliger nicht ganz auf Höhe der Zeit, die Masken gehen noch ganz in Ordnung, aber die CGI ist gelegentlich eher Heiterkeit auslösend. Die Darsteller kann man dafür laufen lassen, von Lundgren erwartet niemand Mimenspiel, nur Muskelspiel und der Rest schlägt sich recht wacker. Insgesamt bleibt ein doch recht zweifelhafter Genuß. He-Man wäre wohl besser bei einem Major untergekommen, so bleibt ein halbgares Werk, das wohl niemanden zufrieden stellt.
6/10