Europäische Frauen werden von algerische Piraten geraubt und in den Harem des Sultans gebracht...
Deutsche Kostüm-Sexklamotte, die zum Glück nicht so ganz vereiert und schmuddelig daherkommt, wie die sämtlichen Lederhos´n-Machwerke. In gewisser Weise könnte man hierbei schon fast einen deutschen Vorgänger zu "Ilsa - Harem Keeper of the Oil Sheiks" erkennen, wobei das Exploitationthema zu Gunsten von Sex und flachbrüstriger Comedy klar das Nachsehen hat.
Was fast schon positiv auffällt sind nicht nur die überaus ansehnlichen bunten Sets und Kostüme, sondern auch die Tatsache, dass hier auf allzu zotigen Humor verzichtet wurde. Für einen Sexfilm ist der "Lüsterne Türke" sogar überaus aufwendig inszeniert worden, wenngleich wir fernab davon sind, von einem richtig guten Film zu sprechen.
Selbstredend ist die Handlung so gut wie gar nicht vorhanden. Wenn die Frauen nicht aus der Wäsche hüpfen oder gleich ganz hüllenlos auftreten, dann versickert die Zeit im belanglosen Geschwätz, während der Harem gelegentlich zur Fummelzone wird. Es gibt bescheidene Blicke in die Folterkammer des Sultans und eine eher läppische Orgie am Schluss, bei der viel mehr trockenes Hähnchen als Weiberfleisch serviert wird. Lustig, dass ausgerechnet die beiden bekannten Synchronsprecher Arnold Marquis und Gerd "Ernie" Duwner in den Hauptrollen zu sehen sind.
Angeblich basiert die ganze Geschichte auf einem anonym verfassten Roman von 1828. Das Lexikon des internationalen Films bezeichnete diesen zweitklassigen Schlock als "Pornofilmchen mit krassen sadistischen Bestandteilen"... Na, dann...