Nach etwas lauem Beginn beginnt die Story Fahrt aufzunehmen und wir erleben den Aufstieg des Jung-Ganoven Frankie der an den Profi-Gangster Charlie gerät und der ihn unter seine Fittiche nimmt. Der Film ist stilistisch eine Hommage an die 80er Jahre in Bezug auf Mode, Frisuren, Autos und vor allem Musik. Vor allem in der ersten Hälfte werden quasi zu jeder Szene recht laut und vordergründig Hits aus den 80ern eingespielt die die Laune beim Zuschauer stets hochhalten und zu dem Gezeigten passen.
Es sind hier z.B. Frankie goes to Hollywood, Blondie, Simple Minds, Talk Talk, Roxy Music, The Buggles, Flock of Seagulls und viele mehr. Dies geschieht allerdings nicht nett subtil und indirekt wie zuletzt in DRIVE, sondern mit dem Dampfhammer so dass es einem manchmal schon fast zu brachial ist. Mit fortschreitender Story lässt dies etwas nach und es stellt sich ein mehr relaxtes Miami-Vice Feeling ein. Der harte Grundton der Gangster Crew wird von sehr erfahrenen Schauspielern authentisch transportiert und Frankie wird von dem smarten Danny Dyer gespielt.
Er versteht es sehr gut, seine anfängliche Schüchternheit im Laufe der Geschichte in eine den Altganoven ebenbürtige Kaltschnäuzigkeit zu verwandeln. Dabei wirkt er wie eine gelungene Mischung aus dem jungen Ryan Gosling und Leonardo DiCaprio ohne diesen beiden Profis zu nahe treten zu wollen. Dem Genre angemessen ist auch einige Härte in THE BUSINESS nötig, wobei die FSK 18 für mich – wie so oft – etwas übertrieben ist und eine FSK 16 gereicht hätte.
Generell werden einem die Figuren zum Ende hin immer sympathischer und THE BUSINESS hat seine Stärken durchaus in den ernsten Szenen gegen Ende hin. Der anfangs vorherrschende Slapstick-Charakter weicht dort erfolgreich einer tieferen Charakterzeichnung der Protagonisten und somit kann die leichtfüßige Gangsterstory sich zwar nicht in das Langzeitgedächtnis einbrennen, aber als gute Zwischenmahlzeit durchaus empfohlen werden.
6/10 Gangstern....äh,....Punkten