*Achtung: Spoiler- Warnung*
Django macht sich auf, den Mord an seinem Vater zu rächen, denn als er noch ein kleiner Junge gewesen war, hat er mit ansehen müssen, wie der Bandit Delgado seinen alten Herrn umgelegt hat. Mittlerweile ist aus dem ehemaligen Banditen ein reicher und gefürchteter Bürger geworden und Django hat sich an seine Fersen geheftet um Gerechtigkeit walten zu lassen. Doch er ist nicht alleine, denn sein jüngerer Bruder Jim begleitet ihn. Nach einigen Hindernissen gelingt es dem Duo den gesuchten Verbrecher ausfindig zu machen und zur Rede zu stellen. Dabei kommt heraus, dass der kleine Jimmy Delgados Sohn ist, was die Angelegenheit noch komplizierter macht.
Gleichzeitig bahnt sich eine Revolution von aufrechten Bürgern an, die sich gegen die Untaten Delgados stellen wollen, was Django bei seinem Privatfeldzug natürlich wie gerufen kommt...
Bei diesem Film handelt es sich um eine der unzähligen Django- Fortsetzungen, die der Klassiker von Sergio Corbucci aus dem Jahre 1966 nach sich zog. Wie im "Ur-Django" gibt sich auch hier wieder Franco Nero die Ehre als Hauptdarsteller und drückt der Fortsetzung, die aus demselben Jahr stammt, wie das Original, seinen Stempel auf.
Von der Story her ist der Film sehr simpel gehalten und beschränkt sich im Wesentlichen auf das Rachemotiv unseres Hauptdarstellers Django. Wenn man aber von der flachen Geschichte absieht, bekommt man alles präsentiert was man von einem Western erwartet: harte Helden, fiese Schurken mit Privatarmeen, aufständische Rebellen und korrupte Gesetzeshüter.
Ein wichtiges Kriterium bei Western ist natürlich auch die Landschaft, durch welche der Film den Zuschauer führt, und die ist bei dem Film wirklich sehr gelungen in Szene gesetzt worden. Es gibt wunderbar karge Wüstenlandschaften, tiefe Canyons und kleine Wüstenkaffs im Nirgendwo, die uns der Kameramann gekonnt einfängt.
Ein Kritikpunkt ist die Musikuntermalung. In manchen Szenen wirkt sie geschickt eingesetzt und absolut passend, in anderen Szenen hingegen wirkt sie deplatziert und überhaupt nicht dem Filmgeschehen angepasst.
Bei den Schauspieler sticht natürlich ein Mann hervor: Franco Nero, der auch in der Fortsetzung wieder den knallharten und supercoolen Revolverhelden perfekt rüberbringt. Was man als Anhänger des ersten Teils jedoch vermissen könnte, ist der trockene Humor, den man aus dem Original von Django kennt.
Bei den anderen Schauspielern gibt es hingegen nicht nur positives zu berichten, denn vor allem die Leistungen von José Suárez (Delgado) und Alberto Dell'Acqua (Jim Sullivan) kommen in keinem Fall an die Qualität von Franco Nero heran.
Fazit: Eine interessante Fortsetzung des Kultfilms "Django", die aber nicht ganz die Klasse des Originals besitzt.