Zur Story: (Kleinere Spoiler)
Im April 1607 erreichen drei britische Schiffe die amerikanische Westküste, wo eine Siedlung aufgebaut werden soll. Mit an Bord ist der kriegserfahrene John Smith, der eigentlich gehängt werden soll, aber von Kapitän Newport begnadigt wird. Die Siedler landen Mitten im Territorium des mächtigen Häuptlings Powhatan. Die Eingeborenen sind erst erschrocken über das plötzliche Auftauchen ganz anderer Menschen, dulden ihren Aufenthalt vorerst.
Als den Siedlern die Nahrung zuneige geht, will Kapitän Newport zurück nach England reisen und Nachschub holen. Seine Rückkehr wäre jedoch nicht vor dem nächsten Frühling, so erteilt er Smith das Kommando und gibt ihm den Auftrag mit den Eingeborenen zu handeln. Smith macht sich mit ein paar Leuten auf den weg, um den König der Eingeborenen zu suchen, der Trupp wird dann aber auseinander gerissen und Smith von den Eingeborenen gefangen genommen. Er soll getötet werden, doch die Prinzessin Pocahontas schützt ihn. Sie ist nicht nur die hübscheste, sondern auch die intelligenteste und neugierigste. Eine enge Freundschaft entsteht, zu der Liebe wird.
Nach kurzer Zeit lässt der Häuptling und Vater von Pocahontas John Smith frei. Die Bedingung: Er soll wieder zurück zur Kolonie und die Menschen sollen das Fort im Frühling wieder verlassen. Die Rückkehr des Kaptäns mit den Schiffen und der Nahrung lässt aber auf sich warten und die Indianer werden ungeduldig, bis es schließlich zum Kampf kommt...
Achtung: Großer Spoiler
Spoiler:
Nach dem Kampf, ist die Lage nicht besser. Eines Nachts im Winter bringt Pocahontas den Siedlern etwas zu essen, was der Vater erfährt und er böse auf seine Tochter ist. Da er sie nicht töten kann, verbannt er sie aus dem Dorf. Sie wird gegen einen Kupferkessel eingetauscht und gerät so wieder zum mittlerweile degradierten Smith zurück. Als dann doch die Schiffe zurückkehren, soll Smith auf eine eigene Expedition. Er verschwindet ohne ihr etwas zu sagen. Pocahantos wird bei den Siedlern gut aufgenommen und von ihnen Rebecca genannt. Sie heiratet schließlich einen anderen Mann (Christian Bale) und bekommt einen Sohn. Doch ganz vergessen kann sie Smith nie, bis der eine Tag kommt...
Der oft als Ausnahmetalent bezeichnete Regisseur Terrence Malick ("Badlands", "Der schmale Grat", "In der Glut des Südens") hat hier wahrlich einen ganz besonderen Film gedreht. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen, eine ungewöhnliche, sehr schöne Kameraführung mit doch vielen Schnitten, einer netten Story mit überzeugenden Schauspielern.
Colin Farrel und Christian Bale spielen ihre Charaktere glaubhaft. Respekt an die wirklich süße Q'Orianka Kilcher, die ihre Sache auch hervorragend gemeistert hat.
Ton und Bild sind erstklassig. Wurde der Film doch sogar erstmals seit "Hamlet" (1996) wieder auf einen 65mm-Films gedreht. Dadurch konnte Malick auch auf eine künstliche Beleuchtung verzichten, was den Vorteil hat, dass der Film gleich deutlich realer und sonderbar wirken lässt.
Film: 9/10