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Der wohlerzogene, nachgiebige und friedfertige James McKay (Gregory Peck) reist nach San Rafeal, um seine Verlobte (Carroll Baker) zu heiraten. Doch er gerät zwischen die Fronten zweier Clans, die um eine für die Viehzucht unentbehrliche Wassertränke streiten…

William Wylers groß angelegter Western zeigt das frisch besiedelte Land als Ort der ungehobelten Manieren, der Dickköpfigkeit und des Eigennutzes, als ungezähmtes Pferd, das durch die gewissermaßen messianische Beharrlichkeit eines zugereisten Pazifisten gebändigt werden muss, damit eine harmonische Gemeinschaft entstehen kann. Im Eilverfahren sortiert der Film Faustrecht, Vergeltung, Monopolisierung und andere Verirrungen aus, und zwar mit einer so entschiedenen Absehbarkeit, dass der Zuschauer sich mühelos auf die bequeme Position zurückziehen kann, im Grunde schon immer von der bestmöglichen aller Lösungen gewusst zu haben. Eine nicht enden wollende Geschichtsverklärung, die den Mythos vom besonnen Heilsbringer, der den Siedlern die ersehnte Eintracht spendet, so lange refrainartig einübt, bis jeder Einspruch unmöglich wird. Die Unglaubwürdigkeit des Unterfangens erweist sich jenseits des Abgleichs mit historischen Überlieferungen schon innerfilmisch in der völlig unwahrscheinlichen Bekehrbarkeit aller Beteiligten, die so weit reicht, dass selbst Unverbesserliche nie die Gesprächsbereitschaft verlieren und ihre Verfehlungen mit schuldbewussten Bodenblicken eingestehen.

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